„Positiver Megatrend“
Pharmabranche wächst ungebremst

Die großen Unternehmen im deutschen Arzneimittelmarkt blicken trotz der Wirtschaftskrise optimistischer in die Zukunft als noch im vergangenen Jahr. 72 Prozent der im Verband Forschender Arzneimittelhersteller zusammengeschlossenen Firmen rechnen 2009 mit einem Umsatzplus. 2007 waren es nur 59 Prozent. Ein Umsatzminus erwarten 12,5 Prozent der Unternehmen.

BERLIN. Als Grund für diesen Optimismus nannte der Chef des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Wolfgang Plischke, am Donnerstag bei der Vorstellung der Prognose die Markteinführung neuer Produkte und den weiter wachsenden medizinischen Bedarf. Die Industrie profitiere insgesamt vom „positiven Megatrend“ für die Gesundheitswirtschaft, der sie von Konjunkturschwankungen unabhängig mache. In den Industrieländern steige der Bedarf an Arzneimitteln wegen der Alterung der Bevölkerungen. In den Schwellenländern wachse die Fähigkeit, erworbenen Wohlstand in das Gesundheitswesen zu investieren.

Allerdings blieb der Export hinter den Erwartungen zurück: Der Auslandsumsatz schrumpfte in den ersten drei Quartalen leicht um 0,2 Prozent. Fast die Hälfte der Unternehmen ist aber zuversichtlich, das Exportniveau halten zu können, rund 40 Prozent wollen sogar noch zulegen. Auch die 91 000 Jobs in der Branche seien sicher, sagte Plischke.

Doch gibt es auch Ängste. So fürchtet der VFA, dass bei einer länger anhaltenden Kreditklemme die auf Risikokapital angewiesenen biopharmazeutischen Start-Ups ins Trudeln geraten könnten. Staatshilfen werde man deshalb nicht fordern, sehr wohl aber einen Abbau der derzeitigen Überregulierung des deutschen Krankenkassenmarkts, sagte Plischke.

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