Industrie
Prada lässt Jil Sander an der Börse

Der italienische Luxusartikelhersteller Prada verzichtet darauf, die Hamburger Jil Sander AG von der Börse zu nehmen und den Streubesitz abzufinden (Squeeze out). "Prada hat das Squeeze-Out für Jil Sander gestoppt", sagte Jil-Sander-Finanzvorstand Bernhard Wirmer dem Handelsblatt.

HAMBURG. Jil Sander solle stattdessen in den nächsten zwei Jahren zu einem attraktiven Börsenwert ausgebaut werden Hoffnung mache ihm die Umsatz- und Ertragsentwicklung, die sich durch die erfolgte Rückkehr der Firmengründerin Jil Sander weiter verbessern solle, sagte Wirmer.

So habe das kreative Engagement der Designerin dazu geführt, dass die Ordereingänge für die Frühjahr/Sommer-Kollektionen gestiegen seien. Wirmer erwartet deshalb für 2004, dass der Umsatz kräftig steigen und der Verlust deutlich abgebaut werde. Zahlen nannte er aber nicht.

Die Jil Sander AG hatte 2003 einen auf 28,5 (Vorjahr 26,3) Millionen Euro erhöhten Fehlbetrag aufgewiesen. Der Umsatz kletterte allerdings auf 138,8 (Vorjahr: 125,7) Mill. Euro. Prada hatte 1999 die Kontrolle an der Jil Sander AG übernommen. Im Jahr 2000 hatte sich die gleichnamige Firmengründerin aus dem Unternehmen zurückgezogen und war drei Jahre später zurückgekehrt. Prada gehören alle Stammaktien und 95 % des Vorzugskapitals der Jil Sander AG.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%