Präsentation des „Arocs'“: Daimler fährt mit neuem Bau-Lastwagen auf

Präsentation des „Arocs'“
Daimler fährt mit neuem Bau-Lastwagen auf

Etwa 40 Prozent aller Mercedes-Lastwagen sind Baustellenfahrzeuge. Mit einer neuen Modellreihe will das Unternehmen diesen Anteil weiter ausbauen – zumal die Konjunktur in der Branche im Moment gut läuft.
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MünchenDaimler will mit einer neuen Modellreihe schwerer Bau-Lastwagen seine Stellung als größter Nutzfahrzeug-Hersteller der Welt festigen. Vorstandsmitglied Andreas Renschler sagte bei der Präsentation der Modellreihe Arocs am Montag in München, trotz Eurokrise habe Daimler im vergangenen Jahr global deutlich mehr Lastwagen abgesetzt, „und auch dieses Jahr wollen wir wachsen - insbesondere im zweiten Halbjahr“.

Schon heute machten Baufahrzeuge rund 40 Prozent des Lkw-Absatzes von Mercedes Benz aus. Und nicht zuletzt wegen der Bauindustrie stünden die Zeichen im globalen Nutzfahrzeuggeschäft auf Wachstum. In Deutschland, Nordeuropa, China, Indien und wegen der bevorstehenden Fußball-WM und der Olympischen Spiele in Brasilien habe die Baubranche Rückenwind.

Während Konkurrenten wie Volvo und MAN zuletzt unter schwacher Nachfrage in Europa und Brasilien litten, hat Daimler bis Ende November mit einem Absatzplus von 14 Prozent auf 424 000 Lastwagen bereits den Absatz des gesamten Vorjahres übertroffen. Nordamerika und Asien seien die Treiber für die Daimler-Lastwagensparte gewesen, sagte Renschler.

Volvo gab unlängst die Beteiligung an einer Tochter des chinesischen Lkw-Herstellers Dongfeng bekannt und will damit Daimler in den nächsten Jahren überholen. „Dass wir die Nummer 1 sind und damit gejagt werden, das ist eine Situation, in der wir uns immer befinden“, sagte ein Daimler-Sprecher dazu am Montag in Stuttgart.

Der neue Leiter der Mercedes-Benz-Lastwagensparte, Stefan Buchner, sagte, die Kunden rechneten heute mit jedem Cent und verlangten maßgeschneiderte Fahrzeuge. Die verschiedenen Arocs-Laster seien für die Baubranche konstruiert worden, vom Betonmischer bis zum Kipper. Die Hälfte aller Baustellenfahrzeuge sei gar nicht in schwerem Gelände, sondern bis zu 80 000 Kilometer jährlich auf der Straße unterwegs, für sie seien hohe Nutzlast und wenig Spritverbrauch wichtig. Gebaut werden soll der Arocs im rheinland-pfälzischen Wörth.

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