Präsentation des Mini-„Touareg“: VW setzt auf die Nische

Präsentation des Mini-„Touareg“
VW setzt auf die Nische

Volkswagen hat erstmals ein Vorserienmodell des neuen Geländewagens in Golf-Größe präsentiert. Das Auto bricht mit Konventionen und soll erst der Anfang einer ganzen Reihe von Neuvorstellungen sein.

HB BERLIN. Die Automarke Volkswagen hat eine Produktoffensive von 20 Fahrzeugen ab dem Jahr 2008 angekündigt und als erstes Modell das Konzept eines kleinen Geländewagens vorgestellt. Von den 20 neuen Modellen sollen 10 Nischen besetzen, in denen VW bisher nicht vertreten ist, erklärte VW-Markenchef Wolfgang Bernhard am Donnerstagabend in Berlin bei der Vorstellung des so genannten „Concept A“ erklärte. Der Wagen wird voraussichtlich 2008 auf die Straße kommen und soll ein kleiner Bruder des Geländewagens „Touareg“ sein.

Das neue Auto, bekanntgeworden unter der Bezeichnung „Marrakesch“, hat noch keinen offiziellen Namen. Dieser soll nach Bernhards Worten mit einer Befragung der Kunden gefunden werden. Der Vorstand sagte über das Fahzeug lediglich, es solle bezahlbar, spritsparend und trotzdem aufregend sein. „Das Auto ist der Start der Produktoffensive, es signalisiert Aufbruch für Volkswagen“, sagte er.

Der „Concept A“ ist einen Mischung aus kleinem Geländewagen und Coupe. Das Auto zeigt mehrere ungewöhnliche Züge: Die Räder sind mit 20 Zoll Durchmesser verhältnismäßig groß, die Türen öffnen gegenläufig, so dass die Mittelsäule entfällt. Die Karosserieüberhänge sind sehr kurz, die Motorhaube dagegen sehr lang. Das Auto soll jedoch kein Exot werden, sagte Bernhard: „Wir wollen ein Auto darstellen, dass sich die Leute leisten können. Der kleine Bruder des Touareg wird dieses Versprechen einlösen.“

Das in Berlin gezeigte Konzeptfahrzeug werde in leicht abgewandelter Form im ersten Halbjahr 2008 auf den Markt kommen, sagte ein VW-Sprecher. Bernhard zufolge wird dieses Modell auch auf den US-Markt gebracht. Eine endgültige Produktionsentscheidung sei aber noch nicht getroffen. Zu einem möglichen Absatzvolumen wollte sich Bernhard nicht äußern. Es werde sich aber „im Herz des Volumensegments“ wiederfinden.

Zu den geplanten Restrukturierungen bei VW machte Bernhard keine Angaben. Der Konzern hatte einen Umbau angekündigt, von dem bis zu 20 000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Personalvorstand Horst Neumann erklärte, am Donnerstag sei eine Analyse zu Kostenstrukturen der VW-Komponentenwerke an den Betriebsrat übergeben worden. Er erwarte in den nächsten zwei oder drei Wochen nun keine Bewegung beim Streit um die Sanierung. Bernhard hatte erklärt, einige Komponentenwerke seien nicht wettbewerbsfähig. Er hatte den Verkauf oder die Schließung als denkbare Abhilfe genannt.

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