Prall gefüllte Auftragsbücher
Mercedes-Benz wächst bei Lkw-Absatz schneller als der Markt

rtr STUTTGART. Der Automobilhersteller DaimlerChrysler hat im vergangenen Jahr bei schweren Lkw ein deutliches Absatzplus erzielt und seine Marktführerschaft in Westeuropa vor MAN und Volvo weiter ausgebaut.

Von der Marke Mercedes-Benz seien 2004 weltweit rund 137.400 Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über sechs Tonnen verkauft worden, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Lkw Europa und Lateinamerika, Klaus Maier, am Dienstag in Stuttgart. Damit habe der Zuwachs zum Vorjahr 24 Prozent betragen. „Wir sind schneller als der Markt gewachsen“, sagte Maier.

Im Kernmarkt Westeuropa habe Mercedes-Benz seine Marktführerschaft mit 66.000 verkauften Fahrzeugen (plus elf Prozent) nochmals um 0,6 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent ausgebaut. Im boomenden Markt Lateinamerika habe der Konzern seine Marktstellung als Branchenzweiter hinter Volkswagen gefestigt.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs sei auf 9,3 Milliarden Euro von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2003 gestiegen. Einschließlich des im Vorjahr nicht berücksichtigten Geschäfts mit Aggregaten habe der Umsatz 11,5 Milliarden Euro betragen. Das Ergebnis habe im Vergleich zum Erlös überproportional zugelegt, sagte Maier. Das konzerninterne Renditeziel sei deutlich übertroffen worden, die Kapitalrendite vor Steuern liege weit über 15 Prozent. Weitere Details zum Geschäftsergebnis wollte der Manager nicht nennen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Maier bei prall gefüllten Auftragsbüchern einen weitgehend konstanten Fahrzeugabsatz. Die Werke arbeiteten an ihren Kapazitätsgrenzen, daher sei keine Ausweitung der Produktion mehr möglich. Der Auftragsbestand laste die Produktion für die nächsten vier bis fünf Monate aus. Auch die Zulieferer seien voll ausgelastet. Als Wachstumsmärkte gelten in diesem Jahr vor allem Osteuropa, Großbritannien und die Niederlande. Die Zahl der Beschäftigten werde weltweit mit rund 35.000 Mitarbeitern konstant bleiben.

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