Preisabsprachen
EU bestraft Wachskartell mit Millionenbußgeld

Die EU-Kommission hat gegen neun Unternehmen eine Kartellstrafe über 676 Mill. Euro verhängt. Die Firmen hätten sich von 1992 bis 2005 über Wachspreise abgesprochen und Märkte untereinander aufgeteilt, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel.

HB BRÜSSEL. Das Kartell sei ein besonders schwerer Verstoß gegen die Wettbewerbsvorschriften des EG-Vertrags. Zu den Unternehmen gehört auch RWE, die eine Strafe über 37 Mill. Euro zahlen muss. Die höchste Geldbuße von 318 Mill. Euro wurde dem südafrikanischen Chemiekonzern Sasol auferlegt, weil er eine führende Rolle bei dem Kartell gespielt habe.

In ganz Europa hätten Haushalte und Unternehmen für die Produkte der "Paraffin-Mafia" überhöhte Preise gezahlt, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "Solche rechtswidrigen Kartellpraktiken kann und wird die Kommission nicht tolerieren."

Beteiligt an den unerlaubten Absprachen waren neben Sasol und RWE auch die Konzerne ENI, ExxonMobil, Tudapetrol, MOL, Repsol, Total und die deutsche Firma Hansen & Rosenthal.

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