Preisabsprachen
Kartellamt durchsucht Südzucker

Das Bundeskartellamt hat die Geschäftsräume von drei Unternehmen der Zuckerindustrie sowie drei Industrieverbänden der Branche durchsucht. Es werde wegen des Verdachts von Gebiets-, Mengen- und Preisabsprachen sowie von Kundenschutzabkommen ermittelt.

HB BONN/MANNHEIM. Bei den drei Verbänden bestehe der Verdacht, an einem Marktinformationssystem beteiligt gewesen zu sein. Es seien am vergangenen Donnerstag Unterlagen beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet werden müssten. Dies könne noch dauern.

Der Verdacht der Ermittler war aufgekommen im Zuge eines Fusionskontrollverfahrens, das im Februar abgeschlossen worden war. Damals ging es um den Erwerb der Zuckersparte des dänischen Lebensmittelkonzerns Danisco durch den Nordzucker-Konzern.

Nach Angaben der Südzucker AG in Mannheim waren vor allem Fragen, die im Zusammenhang mit der Reform und der Umsetzung der neuen Zuckermarktordnung stünden, der Grund der Aktion. Das Unternehmen erklärte, es sei "an der Beantwortung aller damit verbundenen Fragen interessiert" und kooperiere mit den Behörden. Südzucker gehe "nicht davon aus, dass sich aus dem Anfangsverdacht des Bundeskartellamts Folgerungen für das Unternehmen" ergäben. Um welche Unternehmen es sich noch handelt, teilte Südzucker nicht mit.

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