Preisdruck auf neues Golf-Modell nimmt zu
VW schließt Ersatzteilzentren

Der Autobauer Volkswagen will von 2006 an fünf seiner bundesweit zwölf Vertriebszentren für Ersatzteile schließen. Der Konzern führt damit die Logistik des Ersatzteil-Geschäfts zusammen. Die Strukturen sollten „optimiert“, zugleich solle der Service verbessert werden, hieß es.

HB WOLFSBURG. Insgesamt würden rund 1 000 Jobs wegfallen. Den Betroffenen werde aber ein neue Stelle in den sieben anderen Zentren angeboten, die ausgebaut würden.

Geschlossen werden sollen die „Vertriebszentren für VW- und Audi- Originalteile“ in Wedemark bei Hannover mit 264 Arbeitsplätzen, in Emsdetten (146), Unna (160) und Ratingen (197, alle NRW) sowie in Würzburg (243). Erhalten bleiben sollen die Zentren in Norderstedt (Schleswig-Holstein), Berlin, Kassel, Köln, Dieburg (Hessen), Ludwigsburg (Baden-Württemberg) und München.

Zugleich nimmt der Preisdruck für den VW-Hoffnungsträger, den neuen Golf, weiter zu. Nach Medienberichten bieten einige Händler das Modell nun unter dem Listenpreis an. Anstatt der von Volkswagen angegeben 15 220 Euro müssten Kunden für das Einsteigermodell bei Händlern etwa in Hamburg und Berlin nur knapp 15 000 Euro bezahlen. Ein VW-Sprecher wies am Mittwoch aber Forderungen, Volkswagen solle die Preise für den Golf V senken, zurück. VW werde am Preisgefüge und an den unverbindlichen Preisempfehlungen nichts ändern. Der Golf V, seit Oktober 2003 auf dem Markt, ist bisher nicht so durchgestartet, wie sich dies VW erhofft hatte.

2003 hatte Volkswagen einen massiven Gewinneinbruch eingefahren. Erstmals seit mehr als zehn Jahren soll die Dividende daher niedriger ausfallen als im Vorjahr. Sie soll für 2003 von 1,30 Euro auf 1,05 Euro gekürzt werden. Der VW-Aufsichtsrat entscheidet am Freitag über einen entsprechenden Vorschlag des Vorstandes. Das Land Niedersachsen als größter Einzelaktionär werde die Kürzung mittragen, hieß es am Mittwoch aus Kreisen der Landesregierung.

Unterdessen meldeten die „Wolfsburger Nachrichten“ am Mittwoch, der mexikanische VW-Chef Reinhard Jung solle neuer Leiter des VW- Stammwerks Wolfsburg werden. Der jetzige Werksleiter Werner Neubauer solle „Gesamt-Produktions-Koordinator“ im Konzern werden. Folker Weißgerber, VW-Konzernvorstand Produktion, solle sich künftig stärker um den Aufbau der neuen Werke in China kümmern. Ein VW-Sprecher sagte: „Wir beteiligen uns grundsätzlich nicht an Personal- Spekulationen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%