Preise erhöht, Prognose bestätigt
Michelin steigert den Umsatz und spart

Der französische Reifenhersteller und Continental-Konkurrent Michelin hat die Umsatzerwartungen der Analysten leicht übertroffen.

HB PARIS. Für das dritte Quartal gab die Nummer Eins der Branche am Dienstag einen um 4,9 Prozent höheren Umsatz von 4,08 Mrd. Euro bekannt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 4,06 Mrd. Euro gerechnet. Das Unternehmen bekräftigte zudem sein Ziel, für das Gesamtjahr 2006 eine Umsatzrendite von rund acht Prozent zu erwirtschaften. Michelin erhöht gegenwärtig die Preise, um eine Zunahme der Kosten für Rohmaterialen und einen Kursverlust des Dollar zum Euro auszugleichen. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem schwierigen Reifenmarkt zu verbessern, arbeiteten die Franzosen zudem an Kostenreduzierungen.

Im dritten Quartal seien die Umsätze auch im Vergleich zu den vorhergegangenen drei Monaten merklich gestiegen, teilte Michelin am Dienstag weiter mit. Während der Preismix sich mit 4,1 Prozent positiv ausgewirkt habe, seien die Wechselkurse hingegen zum ersten Mal seit 2006 für einen Minus-Effekt verantwortlich gewesen - Michelin bezifferte ihn auf 1,5 Prozent.

Der seit Ende des Sommers feststellbare Rückgang der Rohmaterialpreise werde wegen einer drei- bis fünfmonatigen Zeitverzögerung nur wenig Auswirkungen auf das Gesamtjahresergebnis des Konzerns haben, teilte Michelin weiter mit. Diese Zeitspanne liege zwischen dem Kauf der Rohmaterialien und dem Verkauf der daraus produzierten Reifen. Über das Gesamtjahr gerechnet werde die Steigerung der Rohstoffpreise rund 23 Prozent betragen und dem Konzern rund 800 Mill. Euro zusätzliche Kosten verursachen. Das Jahresergebnis 2006 will Michelin am 15. Februar vorgelegen.

Im September hatte auch der deutsche Reifenproduzent Continental eine Preiserhöhung angekündigt. Für Lkw-Reifen werde der Konzern in Europa zwei bis fünf Prozent mehr verlangen, hatte Conti bei der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover mitgeteilt. Nur wenig später hatte Conti seine Geschäftsprognose für 2006 bekräftigt und war damit Gerüchten über eine mögliche Gewinnwarnung entgegengetreten. Der deutsche Reifenproduzent hatte zuletzt mehrfach erklärt, der Konzern werde in diesem Jahr besser abschneiden als im Rekordjahr 2005. Die Zahlen für das dritte Quartal sollen am 1. November vorgelegt werden.

Als Konzerne sind Michelin und Continental jedoch nur bedingt vergleichbar, weil Conti neben den Reifen auch mit elektronischen Stabilitätsprogrammen (ESP) einen erheblichen Teil seines Umsatzes macht. Bei Conti hat das Reifengeschäft 2005 mit 5,8 Mrd. Euro weniger als die Hälfte des Umsatzes von 13,8 Mrd. Euro ausgemacht.

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