Preise leicht erholt
Zementindustrie sieht Ende der Krise

Wegen der Erholung der Bauwirtschaft rechnet nun auch die deutsche Zementindustrie mit einem Ende der Krise.

DÜSSELDORF. „In allen Baubereichen ist eine Belebung der Nachfrage zu beobachten, so dass wir mit einem Anstieg des Zementverbrauchs rechnen können“, heißt es in einem internen Papier des Bundesverbands der Deutschen Zementindustrie (BDZ), das dem Handelsblatt vorliegt.

Verbandspräsident Andreas Kern erwartet danach 2006 angesichts der positiven Entwicklung des Auftragseingangs am Bau eine Zunahme des Zementverbrauchs um ein bis zwei Prozent. Ende 2005 rechnete der BDZ noch mit einem Rückgang. Kern setzt wegen der 2007 geplanten Erhöhung der Umsatzsteuer zudem auf einen Vorzieheffekt im Wohnungsbau. Im vergangenen Jahr war der Zementverbrauch um 7,5 Prozent auf knapp 27 Millionen Tonnen zurückgegangen. 1994 waren es noch 41,2 Millionen Tonnen gewesen.

Leicht erholt haben sich laut Kern auch die Zementpreise. So ist der Umsatz der Branche 2005 um 5,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Doch sei der Anstieg angesichts gestiegener Energiepreise weiterhin unbefriedigend, heißt es in dem Papier. Noch liegen die Preise pro Tonne laut BDZ um fünf bis zehn Euro unter der Marke von 70 Euro, die für den rentablen Betrieb deutscher Zement-Werke nötig seien. Bei 22 Anbietern gebe es in Deutschland noch erhebliche Überkapazitäten.

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