Preiserhöhungen bis zu 15 Prozent
Arzneimittelpreise sollen offenbar massiv teurer werden

Zum Jahreswechsel wollen nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ fast alle in Deutschland tätigen Arzneimittel-Hersteller die Preise für Teile ihres Sortimentes anheben.

HB BERLIN. Dies belegten Unterlagen der Unternehmen sowie eine Aufstellung des Verbandes Pro Generika, die der Zeitung vorlagen. Für 317 Medikamente stünden demnach bereits Preisanhebungen fest. Die Pharma-Hersteller könnten somit im nächsten Jahr mit Mehreinnahmen von mehr als 100 Millionen Euro rechnen. Insgesamt erwarteten die Krankenkassen, dass sich die Arzneimittelkosten 2005 um mehr als zehn Prozent erhöhen, was rund 200 Millionen Euro ausmachen würde. „Mit den Preiserhöhungen war zu rechnen“, sagte eine Sprecherin des Verbands der Angestellten-Krankenkassen der Zeitung. Die Pharmakonzerne selbst wehrten sich gegen Vorwürfe von Gesundheitspolitikern und Ärzten: „Die Preiserhöhungen bewegen sich im Rahmen der allgemeinen Inflationsrate“, hieß es der „Welt“ zufolge etwa beim größten deutschen Arzneimittelhersteller Boehringer Ingelheim. Nach den Informationen liegen die meisten Preiserhöhungen zwischen 5 und 15 Prozent.

Nach einem zweijährigen Preismoratorium, das Ende des Jahres ausläuft, wollten die Pharmakonzerne nun durch die Anhebungen die Verluste aus den letzten beiden Jahren zumindest teilweise kompensieren. Allein in diesem Jahr würden die Pharmahersteller durch einen Zwangsrabatt von 16 Prozent belastet. Rund drei Milliarden Euro weniger würden die Krankenkassen somit ausgeben müssen. Bis Oktober wurden nach Informationen der Zeitung Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro erreicht.

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