Preiserhöhungen
HeidelbergCement verdient mehr

Kaum Umsatzwachstum, dafür umso starke Gewinnerhöhung: Der Baustoffkonzern HeidelbergCement profitiert von Maßnahmen im zweiten Quartal. Analysten sind überrascht.
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StuttgartPreiserhöhungen und Sparprogramme zeigen beim größten deutschen Baustoffkonzern HeidelbergCement Wirkung. Trotz geringen Umsatzwachstums im zweiten Quartal legte der Gewinn kräftig zu. Der Erlös stieg von April bis Juni gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen erhöhte sich um 5,6 Prozent auf 734 Millionen Euro. Vor Steuern verdiente der Konzern 416 Millionen Euro im zweiten Quartal, während Analysten lediglich mit 376 Millionen Euro gerechnet hatten.

„Wir konnten in großen Märkten Preiserhöhungen durchsetzen, und unsere Effizienzsteigerungsprogramme laufen nach Plan”, erklärte Vorstands-Chef Bernd Scheifele. Er bekräftigte den Ausblick vom Frühjahr: Umsatz und operatives Ergebnis sollen zulegen, das Ergebnis vor Steuern werde spürbar verbessert. . Von 2009 bis 2012 seien die Preise für Öl und Kohle weltweit um 56 Prozent beziehungsweise 35 Prozent gestiegen, während die Preise für Zement und Zusatzstoffe flach oder rückläufig gewesen seien, sagte Scheifele. „Insofern haben wir ein klares Nachholthema, das Thema (...) Preisoptimierung geht selbstverständlich weiter.” Im ersten Halbjahr profitierte das Unternehmen von sinkenden Energiepreisen, die nach Prognose von Scheifele in diesem Jahr weiter leicht nachgeben sollen.

Weit über den Prognosen der Analysten lag auch der Überschuss nach Anteilen Dritter. Er stieg auf 410 Millionen Euro im Vergleich zu 180 Millionen Euro vor Jahresfrist - erwartet worden waren 219 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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