Preisgünstige Handelsmarken setzen dem Cornflake-Hersteller zu
Marktmacht von Kellogg bröckelt in Deutschland

Der weltweit führende Hersteller von Frühstücksflocken, Kellogg, steht in Deutschland zunehmend unter Druck. Vor allem bei Produkten für Kinder bröckelt die Marktmacht des Konzerns, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

DÜSSELDORF. Der Grund dafür ist einerseits die wachsende Konkurrenz durch Discounter: Bei Einzelhändlern wie Aldi bestimmen mittlerweile preisgünstige Handelsmarken das Angebot an Frühstücksprodukten. Aber auch hausgemachte Probleme setzen Kellogg zu.

Der Konzern hat nach Branchenschätzungen in Deutschland einen Marktanteil von 30 % und setzt rund 150 Mill. Euro um. Obwohl die gesamte Branche unter den Billigmarken leide, treffe es die Marke Kellogg’s „ganz besonders hart“, bestätigt eine Mitarbeiterin der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Sie machte jedoch zu aktuellen Marktzahlen keine Angaben. Die deutsche Kellogg-Konzernleitung in Bremen räumt ein, dass das Geschäft hätte „optimaler“ laufen können, unterstreicht aber, dass Kellogg hier zu Lande mit einzelnen Kernmarken – etwa mit den Frühstücksflocken „Special K“ – Marktanteile gewonnen hat. Heute will Kellogg USA Quartalszahlen für den Gesamtkonzern bekannt geben.

Die Dominanz preisgünstiger Handelsmarken zeichnete sich bereits vor knapp vier Jahren ab. Damals kündigte Großdiscounter Aldi die Zusammenarbeit mit Kellogg und nahm die Frühstücksflocken und Müslis des Herstellers De-Vau-Ge ins Programm. Damit versiegte ein wichtiger Absatzkanal. Allein im ersten Quartal 2003 sanken die Umsätze mit Produkten der Marke Kellogg’s nach GfK-Angaben um 10 % im Vergleich zum Vorjahr.

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