Preiskampf
Niederländer mischen Gasmarkt auf

Eon hat den Preiskampf auf dem Gasmarkt mit einem Billigtarif angezettelt, jetzt schlägt die Konkurrenz zurück. Der niederländische Energiekonzern Nuon setzt dabei Mittel ein, die bisher nur vom Handy- oder Zeitungsmarkt bekannt sind. Die Kunden dürfte es freuen.

HB BERLIN. Der niederländische Energiekonzern Nuon will die etablierten Gasanbieter in Hamburg und Berlin mit einem Null-Tarif-Angebot unter Druck setzen. Nuon kündigte am Montag an, Privatkunden im Fall eines Wechsels zu dem Versorger drei Monate lang Gas umsonst zu liefern. Damit greift der Konzern auf Werbemethoden zurück, die bislang eher auf dem hart umkämpften Handy- oder Zeitungsmarkt üblich sind. Die garantierte Menge ist auf 1200 Kilowattstunden begrenzt - laut Nuon ist das mehr, als eine Familie durchschnittlich im Sommer verbraucht.

Die Niederländer wollen mit dem Vorstoß offenbar Platzhirschen wie Eon Hanse in Hamburg und Gasag in Berlin Kunden abjagen. Dabei nutzen sie den Umstand, dass die Speicher der Konzerne wegen des milden Winters gut gefüllt sind. „Wegen des sehr warmen Winters verfügt Nuon wie andere Anbieter auch über Restbestände an Gas“, sagte Nuon-Deutschland-Chef Thomas Mecke.

Nuon hat nach eigenen Angaben in Hamburg und Berlin mehr als 10 000 Gaskunden. In den beiden Großstädten und in Stuttgart liefert Nuon auch Strom. Die meisten der mehr als 100 000 Kunden von Nuon in Deutschland sind Stromkunden in Berlin, der Hochburg von Vattenfall Europe.

Erst im Februar ist Eon mit einem bundesweiten Billigtarif "E wie einfach" auf den Markt gegangen, wobei der Konzern die veröffentlichten Tarife der jeweiligen Kommunalversorger beim Gas um zwei Cent pro Kubikmeter (0,24 Cent je KWh) unterbietet.

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