Preiskampf um Waschmittel in Deutschland
Henkel ergreift zusätzliche Einsparmaßnahmen

Vor allem wegen der erstmaligen Konsolidierung der US-Gruppe Dial hat der Konsumgüterkonzern Henkel im zweiten Quartal 2004 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Der Düsseldorfer Konzern verfehlte dabei aber leicht die Erwartungen der Analysten. Der Preiskampf im deutschen Waschmittelmarkt schlägt sich deutlich in den Bilanzen nieder.

HB DÜSSELDORF. Trotz der Übernahme des US-Konzerns Dial für 2,9 Mrd. Dollar rechnet Henkel in diesem Jahr nicht mit höheren Marktanteilen. „Auf Grund der schwierigen Marktbedingungen in den Konsumentenmärkten in Europa konzentriert sich Henkel im Jahr 2004 darauf, die Ergebnisziele und Marktpositionen zu sichern“, hieß es am Montag im Halbjahresbericht des Konzerns. Konzernchef Ulrich Lehner kündigte zusätzliche Maßnahmen zur Kosteneinsparung sowie Marketingaktionen für die Ankurbelung des Umsatzes an.

In Reaktion auf die Konsumzurückhaltung in Deutschland und Westeuropa habe Henkel zusätzliche Einsparmaßnahmen ergriffen, die im zweiten Halbjahr zum Tragen kommen würden, sagte Lehner in einer Telefonkonferenz. „Wir werden durch zahlreiche Maßnahmen im zweiten Halbjahr die Kosten weiter senken um zusätzliche 25 Mill. €.“ Diese Einsparung komme zu den bereits geplanten und eingeleiteten Kosteneinsparungen von 50 Mill. € hinzu. „Henkel hat in Deutschland weiter eine führende Marktposition“, sagte Lehner. Der Marktanteil von Henkel im Inland sei aber leicht rückläufig, räumte er ein.

Zum möglichen Verkauf seiner US-Beteiligungen Clorox und Ecolab wollte sich Lehner nicht äußern. Clorox hatte jüngst erklärt, in aktiven Gesprächen mit Henkel über einen Verkauf der Beteiligung zu stehen. Henkel hatte bei der 2,9 Mrd. Dollar teuren Übernahme von Dial erklärt, einen Teil der Kaufpreises womöglich durch den Verkauf oder Teilverkauf beider Beteiligungen zu finanzieren. Henkel hält 28,2 % an Ecolab und 28,8 % an Clorox.

In dem von Konsumschwäche geprägten Umfeld sei der Konzernumsatz von April bis Juni um 15,9 % auf 2,756 (Vorjahreszeitraum: 2,378) Mrd. € gestiegen, teilte Henkel mit. Bereinigt um die Dial-Übernahme betrug das Wachstum aber nur noch 1,7 % und blieb damit unter dem für das Gesamtjahr erwarteten organischen Umsatzplus von zwei Prozent. Befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 2,703 Mrd. € im Quartal erwartet. In Deutschland schrumpfte der Konzernumsatz um 5,6 %.

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