Preisnachlässe sollen Verkaufszahlen ankurbeln
VW lockt in China mit Rabatten

Der Volkswagen-Konzern versucht mit Preissenkungen seine Position als Marktführer in China zu verteidigen und Marktanteile zurückzuerobern. Wie VW in Peking mitteilte, hat das Unternehmen im September 53 000 Fahrzeuge in China (mit Audi) verkauft und damit „das beste Ergebnis seit zwölf Monaten erreicht.“

PEKING. Volkswagen habe damit seinen Marktanteil in China „trotz des starken Wettbewerbs“ um zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent steigern können und schaffe so eine „solide Grundlage für weitere Fortschritte“, sagte der neue VW-China-Chef Winfried Vahland in Peking.

Die zum Teil deutlichen Rabatte sind jedoch auch ein Strategiewechsel. Noch im April hatte der Konzern erklärt, man werde sich „auf keinen Fall“ an weiteren Rabattschlachten in China beteiligen. Seit gut einem Jahr erlebt der chinesische Automarkt nämlich nicht nur eine deutliche Abkühlung bei der Nachfrage. Die Hersteller liefern sich auch einen heftigen Preiswettkampf, um neue Kunden zu gewinnen. Als Marktführer ist Volkswagen davon besonders stark betroffen und musste bereits starke Ertragseinbrüche hinnehmen.

Wie ein VW-Sprecher gestern in Peking bestätigte, sei vor allem beim VW-Partner in Schanghai das Geschäft der vergangenen Monate durch „attraktive Preise“ angetrieben worden. Bei der „Hurrican Action“ getauften PR-Aktion wurden bis zu 18 Prozent Rabatt gewährt. Volkswagen habe dadurch in China seine Lagerbestände gegenüber dem Vorjahr deutlich abgebaut.

Der Erholung droht jedoch neues Unheil: Das seit sechs Monaten auf dem chinesischen Markt angebotene kleine Nutzfahrzeug „Caddy“ scheint zum neuen Verkaufs-Flop zu werden. Auf den Straßen Chinas ist der „Caddy“ bislang nicht zu sehen, die meisten in Changchun produzierten Modelle sollen auf Halde stehen, heißt es. VW wollte gestern dazu weder Produktions- noch Verkaufszahlen preisgeben.

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