Preisspirale dreht sich weiter zurück
Eon verspricht deutliche Gaspreissenkung

Der Energiekonzern Eon hat für die Strom- und Gaskunden in Deutschland weitere merkliche Preissenkungen angekündigt. Profitieren sollen sowohl Großhändler und Industriekunden wie auch Haushaltskunden. Zufrieden äußerte sich Vorstandschef Bernotat über die Entwicklung der Geschäfte der Discount-Vertriebstochter „E wie einfach“.

HB DÜSSELDORF. Eon Ruhrgas werde die Gaspreise für Regionalversorger, Stadtwerke und Industriekunden zum 1. April deutlich senken, teilte der Konzern am Mittwoch zur Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf mit. Damit reagiere Ruhrgas auf die gesunkenen Ölpreise, an die die Gaspreise gekoppelt sind.

Gas für Haushaltskunden in Deutschland soll Anfang Mai oder Anfang Juni bis zu 8,4 Prozent billiger werden. Zwei der sieben Regionalversorger des Konzerns hätten die Gaspreise schon Anfang März reduziert. Die anderen fünf würden in den nächsten Monaten folgen. Dies sei bereits die zweite Preissenkung in diesem Jahr, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat bei der Bilanzvorlage. Nachdem die Stromgroßhandelspreise gefallen seien, werde der Rückgang im nächsten Schritt auch den Endkunden zugute kommen. Die Düsseldorfer hatten nach einer Reihe von Preiserhöhungen zu Jahresanfang begonnen, die Preise zu senken. Eon Ruhrgas ist der führende deutsche Gaskonzern und beliefert andere Versorger.

Zufrieden äußerte sich Bernotat über die Entwicklung der Geschäfte der Vertriebstochter E wie einfach. In den ersten Wochen seien rund 15 000 Kunden gewonnen worden. Die Eon-Tochter bietet bundesweit Strom und Gas an. Den Kundenzuspruch wertete Bernotat als Beleg für einen funktionierenden Wettbewerb in Deutschland. Bislang haben erst wenige deutsche Strom- und Gaskunden ihren Anbieter gewechselt, was die Bundesnetzagentur durch die Regulierung der Energienetze ändern will.

Höhere Strom- und Gaspreise haben im vergangenen Jahr die Kassen von Eon kräftig klingeln lassen. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 67,8 Milliarden Euro. Der Überschuss, der im Vorjahr wegen der Verkäufe des Immobilienunternehmens Viterra und der Ruhrgas Industries außerordentlich hoch war, lag zwar 2006 mit 5,1 Milliarden um 32 Prozent niedriger. Bereinigt um diese Sondereffekte stieg der Reingewinn aber um 20 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Von dem guten Ergebnis sollen die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll im Vergleich zum Vorjahr um 0,60 Euro auf 3,35 Euro angehoben werden.

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