Preissprung bei Pflanzenölen
Margarine wird deutlich teurer

Seit Wochen ziehen die Forderungen für alle wichtigen Pflanzenöle wie Soja und Palmöl nahezu ungebremst an. Nun hat auch noch das Sonnenblumenöl innerhalb weniger Wochen einen Preissprung auf ein Rekordniveau hingelegt. Damit wird auch Margarine im kommenden Jahr teurer.

ire „Margarine wird zum 1. Januar 30 Prozent teurer“, sagte Hubertus Rau, Präsident des Verbandes der Deutschen Margarineindustrie, am Mittwoch auf dem BVE-Rohstoffkongress in Berlin. Der Industrievertreter und Chef der Walter Rau Lebensmittelwerke konkretisierte damit seine Forderung vom August dieses Jahres nach Preissteigerungen auch für diesen Brotaufstrich.

Denn neben Rapsöl ziehen seit Wochen die Forderungen für alle wichtigen Pflanzenöle wie Soja und Palmöl nahezu ungebremst an, berichten die Marktexperten der ZMP. Nun hat auch noch das Sonnenblumenöl innerhalb weniger Wochen einen Preissprung auf ein Rekordniveau hingelegt.

„Im Gegensatz zu anderen Nahrungsmittelherstellern liegt der Rohwareneinsatz bei uns bei etwa 60 Prozent“, begründet der Margarine-Funktionär seine Forderung gegenüber dem Handel.

Die Unilever Deutschland GmbH, Marktführer im hiesigen Margarinemarkt, hatte schon im September damit begonnen, den Handel über eine für Januar 2008 geplante Preiserhöhung zu informieren. Angesichts teils drastisch gestiegener Kosten bei Rohstoffen, Energie und Verpackung sieht sich das Unternehmen nach eigenen Angaben gezwungen, in allen Sparten an der Preisschraube zu drehen: Von Nahrungsmittel über Speiseeis bis hin zu Putzmitteln und Pflegeprodukten.

Der Konsumgüterhersteller ist auch einer der wichtigsten Verwender von Palmöl, das rund 30 Prozent der weltweiten Ölherstellung ausmacht.

Für alle Pflanzenöle sieht die weltweite Versorgungslage schon seit langem sehr knapp aus. Denn Pflanzenöle finden neben der Lebensmittelherstellung auch bei der Produktion von Biodiesel Verwendung.

Für Sonnenblumenöl wird das Angebot immer knapper. Denn in diesem Bereich übersteigt die weltweite Nachfrage das Angebot schon im zweiten Jahr. An dieser Entwicklung tragen aber eindeutig Ernteausfälle die Schuld: In den Haupterzeugungsländern Russland, Argentinien und der Ukraine blieb die Ernte schließlich weit hinter den Erwartungen zurück.

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