Preissteigerungen: Nun erhöht auch Lanxess die Preise

Preissteigerungen
Nun erhöht auch Lanxess die Preise

Erhebliche Preissteigerungen: Die robuste Chemiekonjunktur erlaubt den Unternehmen, auf breiter Front höhere Preise durchzusetzen. Nun hat auch der Leverkusener Spezialchemiekonzern Lanxess die Preise für das komplette Produktportfolio um fünf Prozent angehoben.

sgr FRANKFURT. Nachdem Ende des vergangenen Jahres bereits Lyondell-Basell Industries und BASF eine neue Preisrunde eingeläutet haben, sieht sich nun auch die Geschäftseinheit Basis-Chemikalien des Leverkusener Spezialchemiekonzerns Lanxess in der Lage, mit sofortiger Wirkung die Preise für ihr komplettes Produktportfolio um fünf Prozent anzuheben. Als Ursache nennt Lanxess in erster Linie höhere Aufwendungen für Rohstoffe und Energie, aber auch weiter steigende Logistikkosten.

Holger Hüppeler, Marketingleiter der Einheit Basis-Chemikalien, erklärte den Schritt mit erheblichen Preissteigerungen von Zulieferern, denen Lanxess seinerseits ausgesetzt war. Dies könne nicht durch Produktivitätssteigerungen allein kompensiert werden. Nach einem straffen Kostenmanagement und der Bereinigung des Portfolios sieht sich Lanxess inzwischen in der Lage, erstmals für einen gesamten Bereich höhere Preise durchzusetzen. In der Branche wird erwartet, dass in den nächsten Tagen weitere Chemieunternehmen folgen werden.

Die Abspaltung der wenig profitablen Chemiebereiche von Bayer unter dem Namen Lanxess im Jahr 2004 wurde mit der Ankündigung verbunden, 960 Arbeitsplätze abzubauen. Für die meisten der betroffenen Mitarbeiter, die in einer Beschäftigungsgesellschaft eine mit dem Betriebsrat ausgehandelte Job-Garantie bis Ende 2007 hatten, wurde inzwischen eine Lösung gefunden. Lediglich für 80 Leute wird jetzt noch nach einem Ersatz gesucht. Um angesichts der derzeit guten Chemiekonjunktur auch für diese Mitarbeiter noch eine Lösung zu finden, wurde das Programm um 100 Tage verlängert, teilte Lanxess mit.

Lanxess will jedoch auch etwas für seine Aktionäre tun, wie Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann noch im alten Jahr angedeutet hatte. Vorstand und Aufsichtsrat hätten sich bereits auf eine "marktfähige Dividende" geeinigt, die bis zu einem Euro reichen kann. Für 2006 betrug die Auszahlung 25 Cent.

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