Preisverfall: Alu-Gigant Alcoa fährt Produktion weiter zurück

Preisverfall
Alu-Gigant Alcoa fährt Produktion weiter zurück

Seit der Finanzkrise fallen die Alupreise weltweit. Weiterhin wird mehr produziert, als verlangt wird. Die größten Firmen haben bereits ihre Produktion gedrosselt, Alcoa tut dies nun bereits zum zweiten Mal.
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New YorkDer weltweit zweitgrößte Aluminiumkonzern Alcoa will wegen des Preisverfalls in der Branche seine Produktionskapazität noch drastischer abbauen. Weitere elf Prozent - oder 460.000 Tonnen - stünden zur Disposition, teilte der US-Konzern am Mittwoch mit.

„Aufgrund der anhaltenden Schwäche der weltweiten Aluminium-Preise müsse wir jede Möglichkeit zur Erhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit prüfen“, hieß es. Der Konzern, der von Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführt wird, hat bereits 13 Prozent seiner jährlichen Kapazitäten abgebaut.

Alcoa hatte die Produktion bereits letztes Jahr um 12 Prozent zurückgefahren. Doch die Ratingagenturen senkten die Aussichten für das Unternehmen kürzlich dennoch. Deswegen will Alcoa in den nächsten 15 Monaten entscheiden, wo die Produktion gedrosselt werden soll.

„Ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Barclays-Analyst dem „Wall Street Journal“. Doch „unglücklicherweise sind 15 Monate eine lange Zeit. Der Teufel liegt hier im Detail”, sagte er weiter.

Experten gehen davon aus, dass weltweit angesichts niedriger Verkaufspreise und hoher Produktionskosten noch Kapazitäten in Millionen-Höhe in der Branche abgebaut werden. Weltmarkführer ist der russische Konzern Rusal.

Rusal hatte bereits angekündigt, dieses die Produktion um 300´000 Tonnen oder 7 Prozent zu reduzieren. Dies sei „der einzige Weg für die Industrie“ sich aus diesem Loch zu retten, sagte Oleg Deripaska, der CEO von Rusal, dem „Wall Street Journal“.

Alcoa-Aktien notierten am Mittwoch in einem schwachen Marktumfeld behauptet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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