Premiere auf der ILA
Und er fliegt doch

Nach zwei missglückten Auftritten bei Flugzeugmessen feiert der Militärtransporter A400M auf der ILA in Berlin eine fehlerfreie Premiere. Ein Erfolg des Pannenmodells ist für den Hersteller Airbus Military essentiell.
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Berlin„Er fliegt“, mit diesen Worten der Erleichterung eröffnete Airbus-Military-Chef Domingo Ureña-Raso seine Pressekonferenz. Zuvor war um exakt 12:33, fünf Minuten vor der im Flugplan angesagten Zeit, der Militärtransporter A400M unter dem lauten Dröhnen seines Turboprop-Antriebs in den blauen Himmel von Berlin gestartet. Auf dem Balkon des EADS-Pavillons dürften die Verantwortlichen von Airbus Military aufgeatmet haben. Der Werbeflug des Militärtransporters muss diesmal reibungslos funktionieren. Denn die Kunden werden langsam nervös.

Immer wieder war die Auslieferung des Militärfliegers verschoben worden. Die Premiere auf der Flugshow in Le Bourget wurde zum Desaster. Wegen Triebwerksproblemen mussten die Vorführfluge nach dem ersten Tag abgebrochen werden.

Die nächste Hiobsbotschaft folgte im britischen Farnborough: Weil Metallspäne im Turboprop-Antrieb entdeckt wurden, musste der Start komplett abgesagt werden. „Kein schwerwiegendes Problem“, sagte Airbus-Military-Sprecher Javier Pérez-Guerra. Doch eines, das erneut zu Verzögerungen führte. Dabei hängt Airbus im Zeitplan ohnehin schon vier Jahre hinterher.

Die neuerliche Verzögerung fällt im Vergleich gering aus. Die erkannten Probleme habe man bereits in den Griff bekommen. Erstkunde Frankreich werde sein Exemplar voraussichtlich statt im ersten Quartal erst im zweiten Quartal 2013 erhalten, teilte die EADS-Tochter am Freitag in Madrid mit. Im nächsten Jahr sollen wie geplant vier der Maschinen ausgeliefert werden und auch der weitere Zeitplan für die Folgejahre soll bestehen bleiben.

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Mehrkosten in Milliardenhöhe

Kommentare zu " Premiere auf der ILA: Und er fliegt doch"

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  • Dass Joachim Korkhaus abgelöst wird ist gut jedoch nicht alles. Damit einer sein Projekt nicht bearbeiten kann braucht es Mitstreiter. Auftraggeber, Mitarbeiter und Unternehmer die gegen ihn arbeiten.

    Wenn nur der Kopf ausgetauscht wird dann läuft es so weiter wie bisher, den die oben genannten machen ihr Spiel weiter und lassen ihn auflaufen.

    Mich interessiert was sonst noch geändert wurde. Sind die Arbeiter motiviert oder sehen die nur die Möglichkeit weiter ihre schlechte Arbeit machen zu dürfen. Berlinger Schlonz halt.

    Seit dem Mauerfall habe ich schon viele Menschen aus dem Osten Deutschlands erlebt bei denen der Wunsch mit der Realität nicht übereingestimmt haben.

    "Ich kann alles bedeutet da ich kann alles herunterfahren."

    Etwas aufzubauen, Geld übrig zu behalten ist was ganz anderes.

    Ich lass mich überraschen, aber zum Herbst 201x wird er dann als bester, architektonisch und technisch hervorragender Flughafen gelobt. Über die Mehrkosten wird dann nur noch gelächelt.

    Anmerkung:
    Besser wir geben das Geld für eigene Projekte aus als dass wir mit dem Geld die Welt retten.

  • Auch die Entwicklung der An70 war problematisch, sie war in Ihrer Erprobung in schwere Unfälle verwickelt, ausserdem entsprechen deren Werkstoffe, Industrienormen und verschiedene techn. Details keinem westlichen Standard. Die Anpassungskosten wären erheblich. Die Leistungsfähigkeit der An70 ist vom BMvg als ausreichend bewertet worden, letztlich wurde sie vom BMvg abgelehnt, weil die Machbarkeit einer Kooperation über 30+ Betriebsjahre für Ersatzteile und Service mit diesem Hersteller zu unsicher schien.

  • A400M- da kann man nur weinen. Als Konkurrent, fliegt die AN70- schon seit 8 Jahren. Ist weitaus schneller, fliegt hoeher, kann weitaus mehr an Payload (Ladung) mit nehmen und hat eine Reichweite bei Max Ladung zweimmal so weit wie die der A400 M. Oh man sollte dabei auch nicht vergessen- die Kosten fuer die AN70- sind laut Angaben auch 42% weniger.
    Wie schoen ist es -wenn man Politiker hinter sich hat.
    Michael

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