Premiere des Elektro-BMW i3

Die permanente Revolution

Kein BMW-Modell ist so aufwändig entwickelt und beworben worden wie der neue i3. Nun feiert das Serienmodell des Elektroflitzers seine Premiere. Es muss beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen gelohnt haben.
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BMW-Chef Reithofer enthüllt den i3 in New York um 8.40 Uhr Ortszeit.

BMW-Chef Reithofer enthüllt den i3 in New York um 8.40 Uhr Ortszeit.

DüsseldorfHeute beginnt die Revolution – wieder einmal. Nach 130 Jahren Automobilgeschichte enthüllt BMW-Chef Norbert Reithofer ein Auto, das „eine neue Ära der Mobilität“ einläuten soll. Das Serienmodell des Elektroflitzers i3. „Heute ist ein Tag, an den sich zukünftige Generationen erinnern werden“, ist sich Reithofer sicher. Dafür reicht eine Präsentation am Heimatstandort München natürlich nicht, der neue Elektroflitzer wird gleich in drei Weltstädten gleichzeitig enthüllt: London, New York und Peking.

Es ist das Ende eines anderthalbjährigen Premierenmarathons. Seit das Konzept des „Megacity Vehicles“ auf der IAA vorgestellt wurde, feierte der i3 alle paar Monate eine neue Premiere. Nach der ersten Welttournee, der ersten Coupé-Studie, dem Produktionsstart in Leipzig, der ersten Testfahrt und unzählige Automessen später steht nun also fest, wie das erste Serienmodell aussehen wird.

Kein Fahrzeug in der Geschichte von BMW ist jemals so umfangreich beworben worden wie der i3, keines wurde so aufwändig entwickelt. Der Kompaktwagen mit Elektroantrieb soll der Vorbote eines Umbruchs bei Deutschlands erfolgreichstem Premiumautobauer sein. Ein Umbruch, der im Jahr 2007 begann. Damals startete Norbert Reithofer das „Project i“. Mit einem Milliardenetat und bis zu 200 Mitarbeitern entwickelten die Münchener die Grundlage für die Submarke „BMW i“. Man habe sich die Rechte an den Bezeichnungen von i0 bis i9 gesichert, verriet Vertriebschef Ian Robertson in London.

Doch es geht um mehr als neue Modelle, glaubt man BMW soll nicht weniger als eine neue Welt der Mobilität entwickelt werden. Mit intelligenter Vernetzung, individueller Kundenansprache und effizienter Fahrzeugproduktion.

„BMW i“ ist eine Milliardenwette des größten deutschen Premiumherstellers – eine Wette auf die Zukunft. Mit dem i3 hat BMW als erster Hersteller ein Auto entworfen, das rein auf einen Elektroantrieb ausgelegt ist. Für BMW-Chef Norbert Reithofer ist der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum neuen i3 sogar ein größer Schritt als der Umstieg von der Kutsche aufs Auto. Neben dem i3 soll 2014 der Plug-In-Sportwagen i8 auf den Markt gebracht werden, weitere i-Modelle sollen folgen.

Der i3 ist ein Gradmesser für die ganze Branche. Er soll beweisen, dass sich mutige Investitionen in den Elektroantrieb auszahlen. Bis 2020 muss die Autoindustrie der CO2-Ausstoß ihrer Flotten unter 95 Gramm senken. „Dieses Ziel ist ohne alternative Antriebe nicht erreichbar“, sagt BMW-Chef Norbert Reithofer.

Doch sechs Hindernisse muss der Elektroflitzer umfahren, um ein Erfolg zu werden.

Die Tücken der Innovation
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12 Kommentare zu "Premiere des Elektro-BMW i3: Die permanente Revolution"

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  • Hallo Michael

    muss Dir zustimmen
    Bauen wir Windmühlen auch wenns Rückschläge geben wird.

    In Deutschland wird alles schlecht geredet. Es muß auch mal was riskiert werden
    Gruß Did

  • Ich werde den Wagen bestellen. Für mich ein echter BMW durch und durch und ein weiterer von vielen Beweisen, wie überlegen familiengeführte Unternehmen anonymen Aktiengesellschaften ohne unternehmensprägende Eigentümerstruktur sind.

    Die Nähe und der Identifikationscode zu Apple ("i-BMW") sind nicht zufällig und zugleich mit geschicktem Abstand zur Marke Apple gehalten.

    Ich kann BMW nur gratulieren zu dieser zukunftsweisenden und wohl auch für den Konzern zukunftsentscheidenden Weichenlegung.

  • Möchte auch was zum Thema beisteuern.

    Alle haben wohl Recht hier, zumindest immer ein bischen.
    Aber es ist wie immer, einer muß ja mal anfangen.
    Ja, es gibt noch viele ungelöste oder nur zum Teil gelöste Probleme. Aber das war und ist mit fast allen Dingen so wenn man Neuland betritt. BMW versucht zumindest was zu ändern, wie man hier sieht auch gegen viele Widerstände, und das bewundere ich und rechne es ihnen hoch an. Solche Elektrofahrzeuge können (noch) nicht alle Bereich der Verbrennungsmotoren ersetzen.
    Noch was: Es macht keinen Sinn, alle Probleme in einen Eimer zu werfen und dann versuchen eine Lösung zu finden. Das funktioniert nie! Eines nach dem anderen, wie beim Knödelessen.

    Zum Thema Energie: Wir haben kein Energieproblem sondern ein Energiespeicherproblem. Sonnen- und Windnergie steht ausreichend zur Verfügung. Wird nur nicht genutzt da wir es nicht ausreichend speichern können. Auch hier kann in Richtung Wasserstoffwirtschaft geplant werden.

    Noch 3 schöne Zitate:

    "Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann."

    Charles Darwin

    "Wenn wir heute nichts ändern, werden wir morgen so leben wie gestern"
    Unbekannt

    "Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."

    Chinesisches Sprichwort

    Also lasst uns Windmühlen bauen (BMW hat schon angefangen)

    Grüße
    Michael

  • Nun, ich finde es mutig und fortschrittlich von BMW sich auf das Wagnis I3 einzulassen. Hat dieser doch alle Nachteile eines Elektrofahrzeugs, d.h. alle Verbraucher nehmen die Energie von den Akkus und je nach Wetter müssen diese auch beheizt oder gekühlt werden, ein Problem, das schon Teslar hatte.
    Hinzu kommt das Märchen der Umweltverträglichkeit. Ja, das Fahrzeug selbst stößt keine Schadstoffe aus (Es gibt ja noch andere Dinge als CO2, auch wenn unser Hysterie-Gen das nicht wahrnimmt), aber woher kommt der Strom. Wenn gerade von Windkraft oder Sonne, dann ok, aber wenn das Auto des Nachts an die Dose kommt, kann es ja sein, dass sich das eine oder andere Braunkohle-Kilowatt einschleicht. Dann noch ein netter Wintertag in Bayern und ein X5 des gleichen Herstellers mutiert dagegen zum Umweltmobil.
    ich hätte mich gefreut, wenn der Wasserstoff-Technologie mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre, auch wenn die Herstellung auch recht energieintensiv ist.

  • Ich wundere mich immernoch über die absolut stümperhafte und schlechte Präsentation:
    - Warum präsentiert man das Auto in 3 Städten, stellt aber keinen Bezug zur jeweiligen Megacity und deren Herausforderungen her?
    - Warum lässt man 6 Topmanager alle mehr oder weniger das Gleiche (revolution, sustainable...) in meist schlechtem Englisch sagen bzw. ablesen?
    - Warum zeigt man am Anfang Videos von Megacities und am Ende Fahrszenen über Land in Bayern (der i3 soll doch für diese Megacities sein??)
    - Warum wählt man in NY einen Ort aus, der wie ein zweitklassiger Meetingraum in einem Businesshotel aussieht?
    - Warum zeigt man das Auto kurz zum Schluss und dann auch noch schlecht beleuchtet und ohne Details

  • @Shorisha: Ich kann dir nur vollkommen zu stimmen.

    Allgemein finde ich es beängstigend, dass bei Kommentaren an dieser Stelle immer nur mit Scheinwissen und populistischen Parolen argumentiert wird.

    Viel mehr sollte man BMW für diesen mutigen und weitsichtigen Schritt gratulieren. BMW hat den Mut gehabt viel Zeit und Geld in die Schaffung eines hoch innovativen Produktes und Marke zu investieren. Auch wenn die erste Modellgeneration des BMW i3 nicht den Erfolg konventioneller Baureihen bringen wird, so wird sie BMW doch einen erheblichen Innovations- und Reputationsvorsprung einbringen und klarer gegenüber Audi und Mercedes positionieren.
    Darüber hinaus ist sicherlich nicht der Anspruch von BMW und ihrer Preispolitik jeden Autofahrer anzusprechen. Denn das Premium-Image muss ebenfalls gewahrt bleiben. Und ist dies schlimm? Nein, ganz im Gegenteil. Wenn man sich die Entwicklung in der Automobilindustrie anschaut ist es immer so, dass neue Technologie zunächst im hochpreisigen Premiumsegment angeboten werden, bevor sie in den unteren Preissegmenten einzug hält.

    Von daher Gratulation an BMW und die Familie Quandt und Klatten, die diese weitsichtige Entwicklung unterstützen. Andere Deutsche Industrieunternehmen sollten sich daran ein Vorbild nehmen und ebenfalls mehr wagen, als nur den vermeintlichen Technologievorsprung zu verwalten.

  • Wie schon erwähnt, das Auto sieht scheußlich aus, ist billig verarbeitet und völlig überteuert!
    Für 20 Tsd. Euro gibt es auf dem Markt schon mit LPG - Gas angetriebene Fahrzeuge, die wesentlich rentabler und weiter, wie die Elektrofahrzeuge fahren!
    Traurig, das der Staat, also der Bürger, den reichen Hersteller BMW für Elektrofahrzeuge, auch noch mit reichlich Fördergeldern unterstützt!

  • Wir sollten froh sein, daß ein Großserien-Hersteller diesen Schritt (und Investment) wagt. Dies wird andere nachziehen, ansonsten würden alternative Antriebe niemals aus ihrer "Exoten"-Ecke herauskommen. Die Großserienproduktion mit Carbonfaser, die vielfältigen Erfahrungen, und natürlich auch auftretenden Probleme, mit der Akku-Technologie wird BMW einen deutlichen Vorsprung verschaffen in der Zukunft.
    Nur wer neue Ideen geht, wird auch in Zukunft existieren!

  • Es ist einfach utopisch zu behaupten mit den Elektroautos geht es bergauf .Solange kein Auto auf dem Markt angeboten wird das mindestens 800 km weit fährt und nach höchstens 20
    Minuten wieder aufgeladen werden kann wird es absolut keinen
    Elektrofahrzeugboom geben.Ausgenommen ein paar hundert Stadtfahrzeuge .

  • Mich würde interessieren, ob Solarzellen im Dach verbaut sind.

    Damit könnten elektrische Verbraucher entlastet und die Batterien bei Nichtbenutzung des Autos immer etwas geladen werden.

    Sowas sollte man auch generell in Glasschiebedächer bei Autos mit Verbrennungsmotor einbauen. Auf die Masse hochgerechnet, würde damit sicher einiges an Energie gespart.

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