Premium-Hersteller: Audi jagt Mercedes und BMW

Premium-Hersteller
Audi jagt Mercedes und BMW

Der Ingolstädter Autobauer Audi steuert von einem Rekordjahr zum nächsten und macht dabei im Wettrennen der deutschen Premiumhersteller immer mehr Boden gut.

HB INGOLSTADT. „Audi hat derzeit einen Lauf“, sagt Auto-Experte Albrecht Denninghoff von der Hypovereinsbank. Vor allem in Westeuropa sei die VW-Tochter den Platzhirschen Mercedes und BMW eng auf den Fersen. Im Januar konnte Audi zudem weltweit erstmals mehr Autos verkaufen als Mercedes-Benz. Allerdings spielen die Edelmarken aus Stuttgart und München nach Expertenansicht noch immer in einer eigenen Liga. Beobachter verweisen unter anderem auf die noch schwache Position von Audi in den USA und in Asien.

Audi-Chef Martin Winterkorn gibt sich derzeit selbstbewusst. 2005 fuhren die Ingolstädter den zehnten Absatzrekord in Folge ein. Die Zahl der Auslieferungen stieg um gut sechs Prozent auf 829 100 verkaufte Autos. Zum Vergleich: Mercedes-Benz legte um 1,6 Prozent auf knapp 1,1 Mill. Fahrzeuge zu. Der BMW-Konzern überholte mit seiner Stammmarke den Stuttgarter Erzrivalen und verkaufte gut 1,1 Mill. Autos (plus zehn Prozent).

So hat Audi noch ein gutes Stück Weg vor sich. Winterkorn hat daher ehrgeizige Wachstumsziele ausgegeben. Bis 2015 soll der Absatz auf 1,4 Mill. Fahrzeuge steigen. Leicht ist das Umfeld dabei nicht. „Die internationale Wettbewerbssituation in der Automobilbranche ist hart“, sagt Winterkorn. Es gelte das Prinzip: „Verdrängen, um nicht verdrängt zu werden.“

Audi strotzt vor Zuversicht

Ein erneuter Gewinnsprung macht die Volkswagen-Tochter Audi selbstbewusst. Das ertragreiche Wachstum soll sich im laufenden Jahr umgebremst fortsetzen.

„Keine Automarke wird in den nächsten Jahren so stark wachsen wie Audi“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Mittwoch in Ingolstadt. „Wir wollen weiter wachsen. Das wird uns im Volumen gelingen, das wird uns im Umsatz gelingen und es möge uns im Ergebnis gelingen“, konkretisierte Finanzvorstand Rupert Stadler im Reuters-Interview die Erwartungen. Der Absatz soll im laufenden Jahr um seche Prozent zulegen. Mit seiner operativen Umsatzrendite wolle Audi mit dem Münchener Konkurrenten BMW mittelfristig gleichziehen. Bis zum Jahr 2010 soll die Kennzahl auf acht Prozent verbessert werden, 2005 waren es 5,3 Prozent. „Wir wollen die erfolgreichste Premiummarke werden“, sagte Winterkorn.

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