Premium-Hersteller geben Gas
BMW fährt Mercedes davon

Die drei deutschen Premium-PKW-Hersteller geben im harten Wettbewerb um kaufkräftige Kunden kräftig Gas. BMW ist dabei dem Konkurrenten Mercedes im ersten Halbjahr davon gefahren. Für den Monat Juni konnten aber auch die Stuttgarter genauso wie die Konkurrenz Audi aus Ingolstadt Absatzrekorde vorlegen.

HB MÜNCHEN. „BMW ist derzeit auf dem Treppchen klar oben“, sagt Automobilwirtschafts-Professor Ferdinand Dudenhöffer am Donnerstag der dpa. Gerade Mercedes werde aber bald Boden gut machen. Auch wenn die Verkäufe brummen: Sorge bereiten allen drei Anbietern die hohen Rohstoffpreise, die Rabattschlachten in der Branche und der starke Euro.

Weltweit wird die Premium-Klasse noch immer von den Deutschen beherrscht. An der Spitze stand traditionell Mercedes. 2004 konnte der BMW-Konzern die Mercedes Car Group überrunden. Seither kann Konzern-Chef Helmut Panke BMW als den weltweit erfolgreichsten Premiumhersteller preisen. Dudenhöffer verweist aber darauf, dass BMW derzeit mitten im Produktzyklus sei, während bei Mercedes viele neue Modelle gerade erst angelaufen sind oder erst noch kommen. „2006 wird ein Mercedes-Jahr.“ Spätestens 2007 könnten die Stuttgarter dann wieder an der Münchner Konkurrenz vorbeiziehen.

Im ersten Halbjahr vergrößerte BMW aber erst einmal den Vorsprung. Die Münchner steigerten den Absatz in der Gruppe (BMW, Mini, Rolls-Royce) um gut neun Prozent auf 646 531 verkaufte Autos. Die Mercedes Car Group (Mercedes, Smart, Maybach) musste wegen eines schwachen Starts ins Jahr einen Absatzrückgang um knapp zwei Prozent auf 573 900 Auslieferungen hinnehmen. Ähnlich sieht es beim Vergleich der beiden Kernmarken aus: Die Marke BMW legte im ersten Halbjahr um knapp 9 % auf 538 132 verkaufte Autos zu, Daimler-Chrysler verkaufte 499 900 Fahrzeuge mit dem Mercedes-Stern (minus 4 %).

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