
tia/HB MÜNCHEN. Dank der Erholung auf den weltweiten Automärkten hat BMW einen überraschend großen Gewinnsprung hingelegt. Das Ergebnis vor Steuern schnellte im zweiten Quartal auf 1,3 Mrd. Euro nach oben - rund anderthalb mal so viel wie von Analysten erwartet.
Konzernchef Norbert Reithofer bekräftigte am Dienstag die Prognose, wonach das Ergebnis im Gesamtjahr "signifikant über dem Niveau des Vorjahres" liegen werde. Das dürfte BMW schon deshalb nicht schwer fallen, weil der Gewinn vor Steuern bereits im Startquartal rund 100 Mio. höher lag als im gesamten Krisenjahr 2009.
"Wir müssen jedoch im Auge behalten, dass auch im zweiten Halbjahr eine Reihe von konjunkturellen Risiken besteht", warnte Reithofer. Die Prognose stehe deshalb unter dem Vorbehalt, dass die wirtschaftliche Erholung anhält. Neben dem Wachstum auf den weltweiten Märkten, darunter vor allem China und die USA, sollen bei BMW zahlreiche neue Modelle für Schub sorgen. Der Absatz der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce werde im laufenden Jahr um rund zehn Prozent auf über 1,4 Mio. Autos steigen, bekräftigte der Vorstandschef. Im ersten Halbjahr legte die Zahl der Auslieferungen um 13 Prozent auf 696 000 Fahrzeuge zu. Der Umsatz kletterte in Folge um 13,5 Prozent auf 27,8 Mrd. Euro.
Für die Kernsparte Automobile gilt für 2010 weiter das Ziel, eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von mehr als fünf Prozent zu erwirtschaften. Das Segment war nach vier Verlustquartalen in Folge erst zum Ende vergangenen Jahres in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im zweiten Quartal erzielte die Autosparte mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 1,3 Mrd. Euro und einem Umsatz von 13,7 Mrd. eine Marge von 9,6 Prozent. Im ersten Halbjahr 2010 belief sich der Wert auf 6,6 Prozent. Rivale Daimler lag in den ersten sechs Monaten mit einer Rendite von 8,5 Prozent in der Pkw-Sparte an der Spitze, gefolgt von VW-Tochter Audi mit 7,6 Prozent. BMW hatte auch vor der Krise oft Mühe gehabt, bei der Ertragskraft mitzuhalten.
"Wir sind unseren Profitabilitätszielen für das Jahr 2012 einen großen Schritt nähergekommen", sagte Reithofer. Dann soll die Autosparte eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent abwerfen.
Über seine eigene Zukubnft wollte Reithofer dagegen nicht viel sagen: „Zur Verlängerung meiner Amtszeit dürfen Sie nicht mich fragen, sondern den Aufsichtsrat“, antwortete der Vorstandsvorsitzende am Dienstag auf Fragen nach einer bevorstehenden Vertragsverlängerung. Reithofer hatte sein Amt am 1. September 2006 angetreten und damals einen Fünfjahresvertrag erhalten; üblicherweise werden Vorstandskontrakte ein Jahr vorher verlängert. Ob und wann er mit dem Aufsichtsrat darüber spricht, ließ der BMW-Chef offen.
Reithofer wollte auch auf die Frage, ob er bereit wäre, an der Konzernspitze zu bleiben, nichts sagen. „Das ist schlicht guter Stil - und ich habe guten Stil.“ Sein Vorgänger Helmut Panke hatte 2006 mit einer Vertragsverlängerung gerechnet und im Vorfeld gesagt: „Ich bin gerne Kapitän.“ Der Aufsichtsrat bot ihm keinen neuen Vertrag an. Panke musste seinen Posten räumen, als er die für Spitzenmanager und obere Führungskräfte geltende konzerninterne Altersgrenze von 60 Jahren erreicht hatte. Von dieser Regel wurden in der Vergangenheit mehrfach Ausnahmen gemacht. Reithofer hatte damals aber als Produktionschef und Kronprinz auf die Einhaltung gepocht.
Wenn er die Altersgrenze auch für sich selbst als bindend ansieht, könnte der BMW-Chef, der im Mai 54 Jahre alt geworden ist, bis Frühjahr 2016 amtieren. Der promovierte Ingenieur hatte 2007 eine neue Konzernstrategie namens „Number ONE“ aufgelegt, um den Oberklasse-Autobauer konsequent auf Rendite zu trimmen. Rund 10 000 Stellen wurden abgebaut, Partnerschaften mit Dauerkonkurrent Daimler oder dem zweitgrößten europäischen Hersteller PSA Peugeot Citroen begonnen.
klar, Herr Prof. Diez, innerhalb von einem Jahr profitiert Daimler wie aus dem Nichts plötzlich von Modulen ...
selten soviel gequirlte Sch... in einem Artikel gelesen
es gibt genau zwei Gründe warum die Ergebnisse besser sind:
1. reduzierte Personalkosten
2. höherer Absatz
Phantasien a la Diez bestimmt nicht
aber Hauptsache man findet seinen Namen zu Marketingzwecken mal wieder in der Presse. dafür sind einem dann die dümmsten Sprüche nicht zu schade
Der Absturz aus "Wolke Sieben" kommt schon in ein paar Wochen.
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