Premiumhersteller
Mercedes kämpft sich auf Platz zwei zurück

Mehr als 40 Jahre war Mercedes-Benz im Geschäft für Nobelmarken der klare Marktführer. Dann aber wurde die Daimler-Tochter erst von BMW und schließlich von Audi überholt. Jetzt kämpft sie sich auf Platz zwei zurück.
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DüsseldorfDaimlers Nobelmarke Mercedes-Benz meldet sich im Rennen um den absatzstärksten Premiumhersteller zurück: Nach einer Prognose des CAR Centers der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, bahnt sich der nächste Rangwechsel im Premiumsegment an. Demnach wird die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz dank der kommenden A-Klasse bereits 2013 wieder bei den Verkaufszahlen am Rivalen Audi vorbeiziehen – und sich wieder auf dem zweiten Platz hinter BMW eingruppieren.

Für den Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche wäre es ein wichtiger Prestigeerfolg: Denn erst im vergangenen Jahr hatte die VW-Nobeltochter Audi erstmals mehr Autos verkauft als die Marke mit dem Stern. Zetsche markiert damit einen ersten Etappensieg auf seinem Ziel, Mercedes bis 2020 wieder zum führenden Premiumhersteller der Welt zu machen.

Über 40 Jahre war die Marke Mercedes im Geschäft für hochwertige Fahrzeuge der klare Marktführer – doch zuletzt fiel sie im Vergleich zur Konkurrenz immer stärker zurück: 2005 überholte BMW bereits den Stuttgarter Autobauer. Im vergangenen Jahr verkaufte dann erstmals auch Audi 24.000 mehr Fahrzeuge als die Marke mit dem Stern im Emblem.

Der Kampf um den automobilen Premium-Thron bleibt jedoch eng. „Im Jahr 2015 liegt BMW nach unserer Prognose mit 1,76 Millionen Verkäufen vor Mercedes mit einem Absatz von 1,68 Millionen, gefolgt von Audi, die es auf 1,63 Millionen bringen“, sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer dem Handelsblatt.

Am Freitag hatte die Mercedes-Benz-Mutter Daimler ihre Quartalszahlen vorgelegt. Der Autobauer hat zum Jahresauftakt aus seinem Absatzrekord bei Mercedes-Benz-Pkw und Umsatzzuwächsen bei Lkw Kapital geschlagen. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte - gegen die Erwartungen am Finanzmarkt - in den Monaten Januar bis März um fünf Prozent auf 2,13 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Konzern mitteilte.

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Mercedes liefert neun Prozent mehr aus

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  • Das Beste Auto allerzeiten wurde von Daimler gebaut. Liegt leider über 20 Jahre zurück. W-124. Beste Motorisierung dazu 300D V6. Die Politik vergewaltigt die Motoren heutzutage.

  • ... fahre seit zehn Jahren hochzufrieden Daimler. Nebenbei erwähnt ohne außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt.
    Pech kann man überall einmal haben.
    Wenn die Marke so schlecht wäre, wie manche schreiben, warum verkauft sie dann so viele Fahrzeuge???

  • nein, nein, nein, nicht mehr diese Firma kommentieren!!! Es ist doch alles schall und rauch. Diese Firma ist nicht mehr erwähnenswert. Sie hat alles, aber auch alles verspielt. Warum werden Sie fragen? Nun, der Verbraucher muß ich nach wie vor mit Problemen konfrontiert sehen, die längst abgehagt sein müßten. Für diese Marke, der Erfinderin des Automobils im Besonderen. Wovon spreche ich und was meine ich? Nun, alle Fahrzeuge dieser Marke bekommen in der Karosserie nicht die Grundversorgung die sie haben müßten. Die z. B. bei Volkswagen zur Selbstverständlichkeit gehört. Also die Fahrzeuge von Mercedes erhalten keine Verzinkung weder galvanisch noch feuerverzinkt. Sowohl PKW als auch LKW zeigen nach wenigen Jahren die braune Pest. Eine Unerhörtheit für diese Marke. Befinden wir uns doch zwischenzeitlich im Jahr 2012. Und müssen nach wie vor bei dieser Marke diese Feststellungen machen. Es ist nicht zu fassen, ja, es ist unglaublich, was diese Marke sich heute noch an Nachlässigkeit leistet.
    Aber das interessiert den Vorstand überhaupt nicht. Man will auch zukünftig in dieser Richtung keine Anstrengungen machen, sondern sagt lakonisch, kauft Euch was Neues. Wir wollen ja auch weiter Geschäfte mit euch machen. Also bitte nicht mehr den Namen dieser Firma in Erscheinung treten lassen. Geschweige darüber noch einen Kommentar abzugeben.

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