Premiummarken
Mercedes überholt Audi

Die drei deutschen Auto-Premiummarken peilen Absatzrekorde an. Grund dafür sind boomende Märkte in China und den USA. Während Daimler und Audi um den zweiten Platz kämpfen, ist der Branchenführer souverän vorne.
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MünchenDie Daimler-Marke Mercedes hat im November dank einer ganzen Reihe neuer Modelle den Konkurrenten Audi beim Absatz geschlagen und sich als zweitstärkste Marke hinter BMW etabliert. BMW kam auf 149.660 Fahrzeuge. Mercedes lieferte 133.440 Autos und SUV aus – und damit etwas mehr als die 132.050 Fahrzeuge der Volkswagen-Tochter Audi im November.

Der November war damit der fünfte Monat in Folge, in der Mercedes beim Absatz schneller wuchs als BMW und Audi. Dabei waren insbesondere die neuen kompakten Mercedes-Modelle entscheidend, deren Absatz um 54 Prozent wuchs. Dazu zählen unter anderem das im April vorgestellte viertürige Coupe CLA und die neue Version der A-Klasse. Auch die größere E-Klasse und die Luxuslimousine S-Klasse waren erst 2013 neu auf den Markt gekommen.

„Der aktuelle Modellzyklus nützt Mercedes derzeit sehr stark”, stellte Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank in Frankfurt fest, und weiter: „Audi und BMW müssen derzeit in neue Fertigungskapazitäten investieren und neue Modelle entwickeln. Der Investmentzyklus bei Mercedes hat den Höhepunkt hingegen überschritten und es beginnt eine Phase der überdurchschnittlichen Entwicklung.“

Die drei deutschen Premiummarken peilen dank einer unverändert hohen Nachfrage aus den USA und aus China im Gesamtjahr jeweils Absatzrekorde an. „Ungeachtet einer schwierigen Lage in einer ganzen Reihe europäischer Märkte werden sich die Absätze in den bevorstehenden Monaten weiterhin positiv entwickeln”, sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson. Das Ziel einer neuen Rekordauslieferung 2013 sei nahe. BMW setzte bis November etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge ab und damit etwa acht Prozent mehr als im Vorjahr. Hier stützte die neue GT-Version der 3er-Reihe ebenso wie das Coupe der 4er- Reihe.

Sowohl Audi wie auch Mercedes wollen zum Ende des Jahrzehnts den Marktführer BMW von der Spitze beim Premiumabsatz ablösen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Das Hauptproblem bei DAIMLER ist das nach wie vor extrem schlechte untere Segment SMART. Diese Schleuder Kugel SMART-for-Two muss dringendst wegen viel zu geringer Stückzahl im Vergleich zum Wettbewerb eingestellt werden! Ersetzt werden muss dieses Fehl-Konzept durch einen Sub-A-Klasse Wagen von MB, der analog dem VW- Polo-Konzept (Frontantrieb und Frontmotor) jetzt endlich auf den Markt kommen muss.
    Man kann nur hoffen, dass Zetsche diese Chance endlich ergreift.

  • kein ahnung von den VW Interna aber dicke Bogen spucken. Naja, BILD läßt grüßen.

  • Es gibt schon soetwas wie freie Energie, suchen sie mal nach Prof. Dr. Claus W. Turtur.

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