Pressebericht: Kerkorian ist bei GM zu allem entschlossen

Pressebericht
Kerkorian ist bei GM zu allem entschlossen

Milliardär Kirk Kerkorian hat Angst um seine Milliarden, die er in den krisengeschüttelten Autobauer General Motors gesteckt hat. Er fordert deshalb laut eines Presseberichts drastische Maßnahmen bis hin zum Verkauf ganzer Marken. Dabei beruhigt es ihn offenbar nicht, dass es beim europäischen Flaggschiff Opel wieder ganz gut läuft.

HB DETROIT. Nach Informationen der Zeitung „Detroit News“ fordert Kerkorian als drittgrößter Aktionär von GM, dass der Autobauer schneller und entschiedener auf seine dramatische Schieflage reagieren müsse. Dazu gehörten Kostensenkungen, aber möglicherweise auch die Trennung von Marken wie Saab und Hummer. GM macht im Autogeschäft Milliardenverluste; der Marktanteil sinkt seit Jahren. Deshalb will sich der weltgrößte Autobauer von 30 000 Mitarbeitern trennen sowie zwölf Fabriken ganz schließen.

Kerkorian hat 1,4 Mrd. Dollar in GM investiert und hält 7,8 Prozent der Aktien. Der Milliardär hat seine Sorgen über GM bislang in mehreren Gesprächen mit GM-Chef Rick Wagoner geäußert, schreibt die gewöhnlich gut informierte US-Tageszeitung. Nun wolle einer seiner Berater an diesem Dienstag vor Analysten öffentlich zum Ausdruck bringen, dass GM sich für den Turnaround neue Zeitziele setzen und mit der Gewerkschaft härter über eine Senkung der Kosten verhandeln müsse. Ein erstes Zugeständnis hatte GM schon erreicht: Bei den Gesundheits- und Pensionskosten haben die Gewerkschaften im Namen der Mitarbeiter auf Milliarden verzichtet.

Das reicht Kerkorian offenbar aber nicht. Saab und Hummer hat er nun ins Visier genommen, weil beide Marken Sorgenkinder sind. Der schwedische Autohersteller wird nach Presseberichten für das Jahr 2005 mehrere hundert Millionen Euro Minus ausweisen. Qualitätsmängel hatten die Kunden vergrault und den Umsatz sinken lassen. Saab gehört seit 2000 vollständig zu GM.

Auch bei Hummer läuft es alles andere als rund. Die wuchtigen Geländewagen – bekannt geworden durch das US-Militär – waren einst die Geldbringer im Konzern. Doch seitdem die Benzinpreise auch in den USA drastisch gestiegen sind, lassen viele Autokäufer die Finger von den Spritfressern und steigen auf sparsamere Wagen um.

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