Pressebericht
UBS plant Bieterkonsortium für Thames Water

Die Investmentbank UBS will nach Informationen aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen ein Bieterkonsortium für die RWE-Wassersparte Thames Water auf die Beine stellen.

HB LONDON. Die Bank sei auf Pensionsfonds und andere Geldgeber zugegangen, die in Infrastrukturobjekte investieren, hieß es am Freitag in den Kreisen. Ziel sei die Bildung und Beratung eines Konsortiums, das die RWE-Sparte übernehmen soll. Das Vorhaben befinde sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Im Rahmen eines Konsortiums könnten sich auch solche Investoren bei der Milliardenübernahme engagieren, für die Thames Water allein ein zu großer Brocken wäre. Das Verkaufsangebot für Thames Water solle bis Ende März an potenzielle Käufer geschickt werden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Bank wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern. Von RWE war keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Essener Energieriese will für den weltweit drittgrößten Wasserversorger Thames Water mehr als acht Mrd. Pfund Sterling (rund 11,8 Mrd. Euro) bekommen. Im Prinzip gelten Wasserversorger als attraktives Investment für langfristig orientierte Investoren, da sie häufig in regulierten Monopolen agieren und auf sehr stabile Einnahmen setzen können. Wegen hoher Investitionen in das überalterte Leitungsnetz hatte die RWE-Tochter zuletzt deutliche Preiserhöhungen beim britischen Regulierer beantragt, die aber nur zum geringen Teil genehmigt wurden.

RWE hatte den britischen Wasserversorger mit 17 000 Mitarbeitern und 70 Mill. Kunden vor gut fünf Jahren übernommen und damals sieben Mrd. Euro gezahlt, einschließlich Schulden waren es über elf Mrd. Euro. Später hatte RWE noch den US-Wasserversorger American Water hinzugekauft. Außerdem besitzt RWE noch die Berliner Wasserbetriebe, die aber nicht zu Thames Water gehören.

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