Presseberichte
Weitere Verzögerungen bei A380 und 787 Dreamliner

Die Flugzeugbauer Airbus und Boeing kommen bei ihren Prestigeprojekten A380 und 787 Dreamliner nicht aus den negativen Schlagzeilen. Medienberichten zufolge haben beide Unternehmen in einem Brief an ihre Kunden mögliche weitere Lieferverzögerungen eingeräumt.

HB BERLIN. Die Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe) berichtete, Boeing habe in diesen Tagen mehrere Fluggesellschaften darüber informiert, dass sie ihre bestellten 787 Dreamliner erst mit mehr als zwei Jahren Verspätung erhalten würden. Betroffen seien vor allem Kunden, deren Flugzeuge ab 2012 ausgeliefert werden sollten. Die erste Auslieferung solle zwar pünktlich im nächsten Jahr kommen, die Serienfertigung werde aber wohl wesentlich langsamer in Gang kommen als geplant. Eine Konzernsprecherin lehnte dem Blatt zufolge eine Stellungnahme ab.

Mit ähnlichen Problemen kämpft Berichten zufolge auch der europäische Konkurrent Airbus bei seinem A380. Im kommenden Jahr werde die EADS-Tochter wohl nicht wie geplant 25 Maschinen ausliefern können, berichtete das Magazin „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab. Zudem sei mehr als fraglich, ob Airbus „in absehbarer Zeit auf die geplante Fertigung von vier Maschinen pro Monat“ komme, berief sich das Blatt auf einen Insider. Airbus-Chef Tom Enders hatte bereits am Dienstag angekündigt, in großem Stil den Zeitplan für die Auslieferungen des A380 zu überprüfen. „Diese Überprüfung ist noch nicht zu Ende“, sagte die Firmensprecherin. Enders habe stets betont, es sei eine enorme Herausforderung, die Serienproduktion hochzufahren, fügte sie hinzu. Bislang werden die neuen Superjumbos noch nicht in Serie gefertigt, sondern in mühevoller Kleinarbeit zusammengebaut.

Während Boeing den Erstflug für den Dreamliner kürzlich auf das vierte Quartal 2008 verschieben musste, hat Airbus den ersten A380 bereits im Oktober 2007 - wenn auch mit fast zweijähriger Verspätung - ausgeliefert. Seitdem sind insgesamt vier A380 an Kunden übergeben worden. Die Probleme, die die Lieferverzögerungen verursachen, sind bei den beiden Rivalen unterschiedlicher Natur. Neben dem Hochfahren der Serienproduktion kämpft Airbus vor allem mit dem Einbau der umfangreichen Verkabelung in das doppelstöckige Flugzeug. Bei dem US-Hersteller Boeing, der einen Großteil der Arbeiten für den Dreamliner an Zulieferfirmen ausgelagert hat, sind es nicht passende Teile und fehlende Nieten, die als Grund für die Verzögerungen genannt wurden.

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