Pressenhersteller
Gewinn von Schuler mehr als verdoppelt

Schuler hat im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Es ist das beste Geschäftsjahr in der 173-jährigen Geschichte des Pressenherstellers.
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GöppingenDer weltgrößte Pressenhersteller Schuler hat seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) mehr als verdoppelt. Unterm Strich habe ein Plus von 51,8 Millionen Euro gestanden, teilte Schuler am Mittwoch in Göppingen mit. Beim Umsatz korrigierte die Firma ihre vorläufigen Zahlen noch leicht nach oben: Er stieg um 27,9 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro.

„Das vergangene Geschäftsjahr war das beste in unserer 173-jährigen Geschichte“, sagte Vorstandschef Stefan Klebert. Für das laufende Geschäftsjahr ist die Gruppe allerdings zurückhaltend. Obwohl die Auftragsbücher mit Orders im Wert von 1,1 Milliarden Euro gut gefüllt seien, strebt Schuler lediglich einen Umsatz auf Vorjahresniveau an.

Vor allem in Europa konnte die Gruppe zuletzt stark zulegen. Doch seine Zukunft sieht der Konzern trotzdem vor allem in Asien, wo mit 401,2 Millionen Euro Umsatz bereits die umsatzstärkste Region liegt. Besonders in China investiert Schuler, um die Produktionskapazität zu verdreifachen und den Vertrieb zu stärken. „Wer in China keine bedeutende Marktpräsenz erreicht, setzt das Wohl des Unternehmens aufs Spiel. Deshalb wollen wir uns so aufstellen, dass wir an dem dortigen Wachstum gebührend teilhaben“, sagte Klebert.

Schuler stellt vor allem Pressen für die Automobilindustrie her. Dieser Bereich verspreche durch den Trend zu immer leichteren Autos ein großes Wachstumspotenzial. Trotzdem will das Unternehmen auch stärker auf Pressen für Verpackungen, Großrohre oder Eisenbahnräder setzen. „Die Automobilindustrie bleibt aber unser Kernmarkt“, versicherte Klebert.

Schuler beschäftigt weltweit knapp 5500 Menschen, 5,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ende Mai 2012 hatte die Gründerfamilie Schuler-Voith ihr Aktienpaket (38,5 Prozent) an den österreichischen Technologiekonzern Andritz verkauft.

 
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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