Presseschau zu Volkswagen
Die öffentliche Demontage Martin Winterkorns

Mit einem Satz hat VW-Patriarch Ferdinand Piëch die Führungsstruktur des gesamten Autokonzerns in Frage gestellt. Die Reaktionen in den Medien sind harsch. Manch ein Beobachter fragt sich: Soll Winterkorn abtreten?
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DüsseldorfAm Freitagnachmittag verbreitete sich der Satz von Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch wie ein Lauffeuer: „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“, sagte er. Die gesamte Konzernführung steht damit in Frage, denn es galt bislang als wahrscheinlich, dass der amtierende Vorstandschef Martin Winterkorn zu Piëchs Nachfolger erkoren werden könnte. Die Reaktionen in der Presse fallen entsprechend harsch aus.

manager-magazin.de

VW braucht rasch einen neuen Vorstandschef
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Wer einen Großkonzern in heillose Unordnung stürzen will, kann Nachhilfe bei Ferdinand Piëch nehmen. Der Großaktionär und Aufsichtsratschef von VW hat einen Konflikt zwischen Aufsichtsrat, Großaktionären und Vorstand richtig schön groß und öffentlich gemacht.
(...)
Sein Urknall mit all den Nebenwirkungen macht nur dann Sinn, wenn er VW auf so falschem Pfad sieht, dass er rasch radikale Änderungen vornehmen will.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Er hat es wieder getan (...) Der Patriarch in Salzburg mag seine Gründe haben, Martin Winterkorn jetzt abzuschießen. Aber es werden wohl seine höchst eigenen Gründe bleiben. Ein Nutzen für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Aktionäre ist nicht erkennbar. (...) Soll Winterkorn abtreten?

Süddeutsche Zeitung

Wie lange kann sich Winterkorn noch halten? Muss er jetzt nicht eigentlich zurücktreten? Und wer könnte ihm als VW-Boss folgen? Alles offen. Klar ist nur, wer bei VW nichts mehr wird. Leute wie der Audi-Chef Rupert Stadler. Der galt lange als Kandidat für die VW-Spitze. Doch der ist kein Ingenieur. Piech sagt: Sowohl der Konzernchef wie sein Nachfolger im Aufsichtsrat müssen Techniker sein.
(...)
Piëch handhabt es nun mit Winterkorn so, wie er schon frühere Spitzenmanager des Konzerns aus dem Verkehr zog. Über die Medien. Pischetsrieder, seinen Nachfolger als Konzernchef, erledigte er 2006 mit einer Bemerkung im Wall Street Journal.

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