Prexige
US-Behörde verweigert Zulassung von Novartis-Medikament

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die generelle Zulassung des Novartis-Schmerzmittels Prexige verweigert. Die FDA wolle lediglich überprüfen, ob das Medikament bei speziellen Patientengruppe zugelassen werden könne. Hoffnung auf einen Stellenabbau stützten die Novartis-Aktie.

HB ZÜRICH. Obwohl die FDA die Tür für eine Zulassung für eine kleinere Patientengruppe offen liess, rechnen Analysten nun damit, dass Novartis Arbeitsplätze abbauen dürfte. Hoffnungen auf daraus entstehenden Kosteneinsparungen stützten die Novartis-Aktie.

Novartis wolle die Diskussionen mit der US-Arzneimittelbehörde FDA zu Prexige weiterführen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die FDA zeige sich offen, die Zulassung bei Patienten zu prüfen, bei denen es ein annehmbares Nutzen-Risiko-Verhältnis gebe. Hierzu könnten Patienten mit einem erhöhten Auftreten von Magen-Darm Komplikationen gehören. Novartis hatte Mitte September schon vor grossen Hoffnungen für Prexige gewarnt. Analysten hatten starke Zweifel an einer US-Zulassung gehegt. Mitte August hatte Australien die Anwendung von Prexige wegen Leber-Schäden verboten.

Vontobel-Analyst Karl Heinz Koch geht nach der Ablehnung von Prexige in den USA nun von harschen Schnitten beim Vertrieb des Pharmakonzern aus. „Novartis hatte schon zuvor Kosteneinsparungen im Vertrieb USA angedeutet, falls die Prexige-Zulassung nicht erfolgt. Wir gehen davon aus, dass von den 6 000 Verkaufsleuten rund 1 000 entlassen werden. Durch den Wegfall der kostenintensiven Prexige-Lancierung dürfte sich so die Gewinnmarge in den USA erhöhen“, erklärte der Analyst.

Ein Novartis-Sprecher wollte diese Einschätzung nicht kommentieren. Der Konzern hatte bei einem Investoren-Treffen Mitte September jedoch angedeutet, dass die Zahl seiner rund 6 000 Vertriebsmitarbeiter in den USA überdacht werden dürfte.

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