Private Public Partnership-Projekte entwickeln sich zur Erfolgsgeschichte
Bauunternehmen steigen in das Management von Schulen ein

Die Straßen haben tiefe Schlaglöcher, in den Schulen pfeift der Wind durchs Fenster und im Gefängnis tropft es von der Decke - die öffentliche Infrastruktur verrottet. Bund, Länder und Kommunen haben kein Geld, um den Investitionsstau zu beheben. Doch es gibt Alternativen.

HB DÜSSELDORF. Public Private Partnership (PPP). Bauunternehmen mit Erfahrungen im Gebäudemanagement wollen öffentliche Aufgaben im Auftrag des Bundes, der Länder und Kommunen übernehmen: Straßen, Schulgebäude oder auch Krankenhäuser und Gefängnisse bauen und betreiben - gegen Maut oder Miete.

Dem Sparzwang gehorchend, müsse sich der Staat auf seine Kernaufgaben besinnen, ist Herbert Bodner, Vorstandschef von Bilfinger Berger, überzeugt. Entweder werde er sich durch Privatisierung von Aufgaben verabschieden oder private Kompetenzträger einbeziehen. Er warnte auf einem PPP-Kongress aber davor, in PPP den Dukatenesel zu sehen, von dem Finanzminister und Kämmerer träumen. PPP sei ein Instrument der Effizienzsteigerung, um Kosten zu sparen. In Großbritannien würden Einsparungen von bis zu 20 Prozent erreicht.

Für die Bauwirtschaft, deren Umsatz seit Jahren sinkt, wäre PPP ein Segen. Die Branche braucht Aufträge. PPP könnte für Abhilfe sorgen. Für das Gesamtjahr erwartet die Branche ein Umsatzminus von zwei Prozent, bei den Arbeitsplätzen ein Minus von vier Prozent.

Doch „bislang kommt PPP in Deutschland nur langsam in Fahrt,“ sagte Heiko Stiepelmann, Sprecher des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Das Desaster mit der Einführung der Lkw-Maut habe den Plänen im Verkehrsbereich einen Dämpfer versetzt. Auch die öffentliche Bauverwaltung, die um ihre Daseinsberechtigung fürchtet, tue sich schwer. Doch es gebe einen Lichtblick: „PPP im Hochbau entwickelt sich zu einer Erfolgsstory“.

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