Privatisierung vor dem angestrebten EU-Beitritt
Eon und CEZ kaufen rumänische Stromversorger

Im Zuge der Privatisierung der rumänischen Elektrizitätswirtschaft haben der deutsche Versorgungskonzern Eon und der tschechische Konkurrent CEZ den Zuschlag für die Stromversorger Electrica Moldova und Electrica Oltenia erhalten.

HB BUKAREST. Eon und CEZ werden jeweils 24,6 Prozent der Kapitalanteile beider Versorger übernehmen und ihre Anteile im Zuge einer Kapitalerhöhung auf 51 Prozent aufstocken, teilte die Regierung in Bukarest am Donnerstag mit. Die beiden Konzerne waren die einzigen internationalen Energieunternehmen, die im vorigen Jahr bindende Gebote für die beiden rumänischen Versorger abgegeben hatten. Electrica Moldova hat den Angaben zufolge 1,31 Millionen Kunden, Electrica Oltenia 1,36 Millionen.

Rumänische Medien hatten spekuliert, dass Eon für eine Mehrheitsbeteiligung an Electrica Moldova 105 Millionen Euro bezahlt, CEZ für die an Electrica Oltenia 150 Millionen Euro. Das rumänische Wirtschaftsministerium hatte die Zahlen nie bestätigt. Wirtschaftsminister Codrut Seres hatte angekündigt, sein Land wolle die Privatisierung der verbleibenden Stromversorger bis zum nächsten Jahr abschließen. Dies gilt als wichtiger Reformschritt vor dem für 2007 anvisierten Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union (EU).

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