Probleme auf dem US-Markt
BMW ruft 150 000 Autos zurück

Erst Anfang des Monats musste BMW in den USA Hunderttausende Fahrzeuge wegen fehlerhafter Bremsen in die Werkstätten holen, nun macht die Kraftstoffpumpe dem Autobauer zu schaffen. Das Unternehmen rufen vorsorglich 150 000 Autos zurück; betroffen sind fast alle Modellreihen.
  • 0

HB WOODCLIFF LAKE. Erneute peinliche Pannen bei BMW: Wegen Problemen mit der Spritzufuhr ruft der bayerische Autobauer allein in den USA vorsorglich mehr als 150 000 Autos zurück. Betroffen sind ausschließlich Wagen mit Sechszylinder-Motoren. Die Aggregate sind allerdings durch fast alle Modellreihen verbaut – vom kompakten 1er bis zum schweren Geländewagen X6. Ein BMW-Sprecher betonte in München, in Deutschland seien nach jetzigem Kenntnisstand keine Wagen betroffen.

Bei 130 000 Autos mit 3,5-Liter-Maschinen besteht die Gefahr, dass das Einspritzsystem fehlerhaft arbeitet, was zu Startproblemen und einer verminderten Motorleistung führt. Im besten Falle reicht nach den Angaben vom Dienstag, dass eine neue Software aufgespielt wird. Im schlechtesten Falle muss ein Teil ausgetauscht werden. Betroffen sind Wagen der Modelljahre 2007 bis 2010.

Unabhängig davon kann bei 20 800 Geländewagen vom Typ X5 die Kraftstoffpumpe komplett ausfallen und das auch bei voller Fahrt. Wenn der Motor ausgeht, versagen gleichzeitig Servolenkung und Bremskraftverstärker. BMW versicherte aber, dass es noch zu keinen Unfällen wegen der beiden Probleme gekommen sei. Beim X5 ist nur das Modelljahr 2008 betroffen.

Erst zu Monatsbeginn hatten die Bayern in den Staaten 198 000 Wagen wegen fehlerhafter Bremsen in die Werkstätten bitten müssen.

Kurze Zeit später räumte der Erzrivale Mercedes Lenkprobleme ein. Das Feld der Rückrufe führt aber weiterhin Toyota an. Nach dem Debakel mit klemmenden Gaspedalen und rutschenden Fußmatten machten zuletzt Bremsen und Benzinpumpen Ärger.

Kommentare zu " Probleme auf dem US-Markt: BMW ruft 150 000 Autos zurück"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%