Probleme bei Verbuchung des US-Geschäfts
Zapf Creation hat womöglich falsche Bilanz vorgelegt

Der Puppenhersteller Zapf Creation muss die Bilanz für das vergangene Jahr wegen Unregelmäßigkeiten in den Vereinigten Staaten wahrscheinlich neu aufstellen.

HB RÖDENTAL. "Aus heutiger Sicht kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2004 für nichtig erklärt und mit umfangreichen Korrekturen neu erstellt werden müssen", teilte das im SDax notierte Unternehmen am späten Sonntagabend in Rödental mit.

Der Vorstand wolle durch die Sonderprüfung klären lassen, ob dies erforderlich ist oder nicht. Der Vorstand habe den Aufsichtsrat der Zapf Creation AG über sämtliche Vorgänge, die in diesem Zusammenhang stehen, unmittelbar informiert.

Der bestellte Wirtschaftsprüfer Rödl & Partner hatte auf Initiative des Vorstandes einzelne Geschäftsvorfälle überprüft und war zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, dass bestimmte Aufwandspositionen im Geschäftsjahr 2004, insbesondere von der Tochtergesellschaft in den USA, nicht korrekt verbucht worden sind. "Ausgehend von den vorliegenden Erkenntnissen prüft der Vorstand außerdem, inwieweit strafrechtliche Schritte gegenüber den Verantwortlichen eingeleitet werden müssen", hieß es in der Mitteilung.

Zapf hofft, erste Ergebnisse der Sonderprüfung in einem Monat präsentieren zu können. „Zunächst müssen wir die Faktenlage überprüfen, dann werden wir uns weiter dazu äußern“, sagte eine Sprecherin am Montag. Die Sprecherin betonte, dass das laufende Geschäftsjahr 2005 nicht von der Sonderprüfung betroffen sei. „Gegebenenfalls kann es sich auf 2005 positiv auswirken“, fügte sie hinzu.

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