Probleme im Werk Wolfsburg
VW schmeißt Produktionsvorstand raus

Volkswagen trennt sich von seinem Produktionsvorstand. Der Rausschmiss von Michael Macht kommt zwar abrupt, ist aber wenig überraschend. Die Töchter Audi und Porsche und auch der Betriebsrat hatten Probleme bemängelt.
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WolfsburgVW-Chef Martin Winterkorn greift durch: Volkswagen schmeißt seinen Produktionsvorstand raus, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Europas größter Autobauer Volkswagen trennt sich mit sofortiger Wirkung von Michael Macht. Die Trennung erfolge in „gegenseitigem Einvernehmen“, teilte der Konzern mit.

Der Rausschmiss von Michael Macht kommt zwar abrupt, ist aber tatsächlich wenig überraschend. Bereits Anfang der Woche waren erste Anzeichen dafür aufgekommen, dass Machts Posten wackelt. Denn die Umstellung auf ein neues Baukastensystem, das dem VW-Konzern Einsparungen bringen soll, läuft sehr holprig. Besonders deutlich wird das derzeit in der Golf-Produktion in Wolfsburg, wo die Bänder wegen technischer Probleme immer wieder still stehen.

Entsprechend kühl fiel der Abschiedsgruß von VW-Chef Martin Winterkorn aus: „Michael Macht hat das Volkswagen Produktionssystem weiterentwickelt. Wir danken ihm für seine Leistung.“ Eine nähere Begründung für den Abschied Machts nannte Volkswagen nicht.

Mitte Juli hatte Winterkorn vor einer internen Runde mit mehr als 1000 Führungskräften in Wolfsburg dringliche Probleme angesprochen und dem Konzern ein Fünf-Milliarden-Euro-Sparprogramm bis zum Jahr 2017 verordnet. Dabei kritisierte er nach dpa-Informationen auch die Fabrikkosten: Die Planung der Anlagen sei oft zu groß, zu komplex und zu teuer. Zudem sei die volle Verfügbarkeit häufig erst mit Verspätung gewährleistet.

Die Kernmarke von VW ist in Bedrängnis. Die Gewinne bringt zum Großteil nicht mehr sie in den Konzern, sondern die Marken Audi und Porsche. Das wurde zuletzt bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Kernmarke lag bei rund einer Milliarde Euro und damit um etwa ein Drittel niedriger als in der ersten Hälfte des Vorjahres, wie VW am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte.

Sparen sollen aber trotzdem alle Marken.

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Von Porsche zu VW

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  • als ich dann auch noch gelesen hatte, dass der Typ mal die Porsche consulting geleitet hatte, bekam ich echt die Krise.

    genau das ist eine Gruppe, die an Hochnäsigkeit und Überheblichkeit kaum zu übertreffen ist. Es wird wirklich langsam Zeit, dass volkswagen endlich mal bei seinen Töchtern richtig ausmistet und dort Manger von der Mutter hinsetzt.

    Man denkt oft echt, die süddeutsche Mafia beherrscht den Laden.

  • Macht u. Dürheimer haben schon bei Porsche versagt. Eine hochmotivierte Mannschaft musste sie mit durchschleppen. Deshalb wurde ihr Dilettantismus nicht öffentlich. Kann Winterkorn nur gratulieren. Jetzt noch den Versager bei Bentley/ Bugatti weg ... dann passt es.
    Es gibt aber noch einige Manager bei Porsche, die wirklich Ahnung haben. Die müssen jetzt ran.

  • Der Typ kam von Porsche und wurde dann bei Volkswagen entsorgt. Interessant, dass Volkswagen die Versager seiner Töchter so weit nach oben kommenn läßt.

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