Probleme liegen in der Zukunft
Thyssen-Krupp reüssiert im Jetzt

Vor allem dank des boomenden Stahlgeschäfts hat der Düsseldorfer Mischkonzern Thyssen-Krupp im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis eingefahren. Die guten Zahlen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen ein gewaltiges Problem in der Zukunft hat.

HB/mjh DÜSSELDORF. Mit einem um gut 56 Prozent gestiegenen Vorsteuerergebnis von 2,62 Mrd. Euro sei das im September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2005/2006 das erfolgreichste seit der Fusion von Thyssen und Krupp 1999 gewesen, teilte der Konzern am Freitag mit. Im bisherigen Spitzenjahr 2004/2005 hatte Thyssen-Krupp ein Vorsteuerergebnis von 1,84 Mrd. Euro erzielt. Unter dem Strich fuhr Deutschlands größter Stahlkonzern einen Gewinn von rund 1,7 Mrd. Euro ein – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von knapp 58 Prozent. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent auf 47,1 Mrd. Euro und lag damit etwas über den Erwartungen der Analysten.

„Ein solches Resultat hätten die sich wohl selbst nicht träumen lassen“, beschreibt ein Kenner des Konzerns das unerwartet gute Abschneiden. Es zeige, dass Thyssen-Krupp sieben Jahre nach der Fusion der einstigen Rivalen an der Ruhr immer mehr Fahrt aufnehme. Abzulesen ist dies auch am Börsenkurs, der in einem Jahr um mehr als 80 Prozent auf aktuell etwa 29 Euro zugelegt hat.

Der Aufsichtsrat empfahl, für 2005/2006 den Aktionären eine Dividende von 1 Euro je Stückaktie zu zahlen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern einschließlich einer Sonderdividende von 0,10 Euro je Papier 0,80 Euro ausgeschüttet.

Konzernchef Ekkehard Schulz äußerte sich mit Blick auf das laufende Jahr etwas optimistischer als zuletzt. Er sei zuversichtlich, das Ziel eines Vorsteuerergebnisses von 2,5 Mrd. Euro erneut zu übertreffen. Bislang hatte Schulz eine „vergleichbare Größenordnung“ in Aussicht gestellt. Mit dieser Formulierung umschrieb er nun die Erwartungen für das erst im Oktober 2007 beginnende Geschäftsjahr 2007/2008.

Thyssen-Krupp profitiert schon seit geraumer Zeit von der starken Nachfrage nach Stahl, die vor allem von den asiatischen Wachstumsstaaten China und Indien angeheizt wird. In den vergangenen Quartalen hatte Deutschlands größter Stahlkonzern jedoch auch Zuwächse in den drei Geschäftsbereichen Technologie (Anlagenbau und Werften), Aufzüge und Service verzeichnet.

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