Probleme mit Plagiaten
Beiersdorf will der Konsumflaute trotzen

Der Nivea-Konzern will der Konsumflaute in Deutschland mit Qualitätsprodukten trotzen und weiter wachsen. Beiersdorf-Chef Rolf Kunisch rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus. Wegen der unklaren Währungs-und Konjunkturaussichten wiederholte der Kosmetikkonzern seine konkrete Umsatzprognose für das laufende Jahr jedoch nicht.

HB HAMBURG. Das Unternehmen erklärte am Dienstag in Hamburg lediglich, dass das Umsatzplus 2004 wechselkursbereinigt deutlich über dem Vorjahr liegen werde. „Eine konkrete Zahl sorgt eher für Verwirrung“, sagte Finanzchef Rolf-Dieter Schwalb auf der Bilanz-Pressekonferenz. Angesichts der Unwägbarkeiten von Währungskursen und Konjunktur sei es nicht seriös, eine detaillierte Jahresprognose abzugeben. „Wir haben gelernt, vorsichtig zu sein.“ Anfang des Jahres hatte der Nivea-Hersteller noch ein bereinigtes Wachstum von sieben (Vorjahr: vier) Prozent angekündigt.

Das langfristige Umsatzziel für die nächsten zehn Jahre bekräftigte Kunisch: „Der Verbraucher honoriert innovative Produkte in hoher Qualität“. Ein Problem sei allerdings, dass oft Nivea-Produkte von Billig- Anbietern nachgeahmt oder auf ausländischen Märkten direkt gefälscht würden. „Das schädigt uns nicht nur direkt, indem wir weniger verkaufen, sondern vor allem unsere Marke“, sagte Kunisch. „Denn die Flasche ist gleich, der Inhalt ist es nicht.“ Beiersdorf beschäftige allein 600 Chemiker, um ständig neue Produkte zu entwickeln.

Beiersdorf ist zu Zukäufen bereit

Nach der Übernahme der Beiersdorf-Mehrheit durch Tchibo ist in den Konzern wieder mehr Ruhe eingekehrt. Mittelfristig werde Tchibo rund die Hälfte der Anteile halten und die andere Hälfte im Streubesitz liegen, sagte Finanzchef Rolf-Dieter Schwalb. Gegenwärtig gibt es noch größere Aktienpakete bei der Stadt Hamburg, der Allianz und dem Unternehmen selbst, die aber voraussichtlich nach und nach abgebaut werden. „Wir können unsere Aktien zum Beispiel einsetzen“, um andere Unternehmen zu erwerben“, sagte Kunisch. Wenn es geeignete Firmen gebe, sei Beiersdorf zu Zukäufen bereit.

2003 war der Umsatz wegen negativer Währungseffekte durch den starken Euro um 1,5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zurückgegangen. Bereinigt wäre er um vier Prozent gestiegen. Beim Betriebsergebnis erreichte der Hamburger Traditionskonzern mit 484 (472) Millionen Euro eine Bestmarke. Bei einem um 3,5 Prozent erhöhten Reingewinn von 301 Millionen Euro lag die Netto-Umsatzrendite bei 6,4 (6,1) Prozent.

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