
FrankfurtSeinem Lebenstraum, Volkswagen zum weltgrößten Autohersteller zu machen, ist Ferdinand Piëch einen gewaltigen Schritt näher gekommen. Nach der Übernahme von Porsche durch VW im vergangenen Jahr steht nun auch der Lastwagenallianz zwischen den VW-Beteiligungen MAN und Scania nichts mehr im Wege.
Bislang hatte der Streit über die einstige MAN-Tochter Ferrostaal die Integration von MAN in den VW-Konzern blockiert. Vor zwei Jahren hatte MAN 70 Prozent des Essener Großanlagenbauers an den arabischen Staatsfonds IPIC verkauft. Nachdem aber im vergangenen Jahr massive Korruptionsvorwürfe gegen Ferrostaal offenkundig geworden waren, drängten die Araber mit der Begründung von unkalkulierbaren Prozesskostenrisiken und möglichen Schadensersatzforderungen gegen Ferrostaal auf Kaufpreisminderung oder Rückabwicklung des Geschäfts.
Hauptsitz: China
Verkaufte Einheiten: 300.100
Marktanteil: 10,3 %
Hauptsitz: Deutschland
Verkaufte Einheiten: 280.700
Marktanteil: 9,7 %
Hauptsitz: China
Verkaufte Einheiten: 274.300
Marktanteil: 9,5 %
Hauptsitz: China
Verkaufte Einheiten: 199.900
Marktanteil: 6,9 %
Hauptsitz: Indien
Verkaufte Einheiten: 194.900
Marktanteil: 6,7 %
Hauptsitz: Deutschland/Schweden
Verkaufte Einheiten: 152.400 (Absatzzahlen addiert)
Marktanteil: 5,2 %
Hauptsitz: Schweden
Verkaufte Einheiten: 125.800
Marktanteil: 4,3 %
Hauptsitz: China
Verkaufte Einheiten: 113.200
Marktanteil: 3,9 %
Hauptsitz: China
Verkaufte Einheiten: 109.400
Marktanteil: 3,8 %
Hauptsitz: Indien
Verkaufte Einheiten: 80.000
Marktanteil: 2,8 %
Die daraus resultierenden aktienrechtlichen Ungewissheiten hatten VW bislang gehindert, die Vollintegration einer zusammengefügten Lkw-Sparte zu vollziehen. Das Problem haben Piëch und seine Manager nun beseitigt: MAN kauft Ferrostaal zurück und reicht die Gesellschaft sofort für etwa 160 Millionen Euro weiter an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft MPC.
Axel Schroeder, geschäftsführender Gesellschafter von MPC, bestätigte dem Handelsblatt die Übernahme. Aus Kreisen der Verkäufergesellschaften verlautete, dass die finalen Unterschriften am heutigen Montagmorgen erwartet würden.
Die Lobeshymnen auf Piech können dann schnell verstummen, wenn es mit dem LKW-Verkauf weltweit mehrere Jahre abwärtsgeht. also besser erstmal abwarten. Es kann genauso sein daß Piech im desaster landet.
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen