Produktion bei BMW ruht
Streiks lähmen Autobauer in Südafrika

Rund 30.000 Beschäftigte in der Autobranche haben in Südafrika die Arbeit niedergelegt. So stehen bei vielen Autobauern im Land die Bänder still – so auch bei BMW. Die Gewerkschaft fordert einen ordentliche Lohnzuschlag.
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KapstadtStreiks haben am Montag die Autoindustrie in Südafrika weitgehend lahmgelegt. Auch die deutschen Hersteller BMW und Mercedes waren nach eigenen Angaben von den Arbeitsniederlegungen der rund 30.000 Beschäftigten der Branche betroffen. Ein BMW-Sprecher sagte, die Produktion ruhe und eine Wiederaufnahme sei noch nicht abzusehen.

Stark beeinträchtigt war auch der japanische Hersteller Toyota, wo nach Firmenangaben 80 Prozent der rund 8000 Beschäftigten in Südafrika nicht zur Arbeit kamen. Ferner bestätigten Ford und General Motors Ausstände. Eine Fertigungsstätte im wirtschaftlich stärksten Land Afrikas hat auch VW.

Zu den Streiks aufgerufen hatte vergangene Woche die Metallgewerkschaft NUMSA. Sie fordert Lohnsteigerungen von 20 Prozent. Die Unternehmen haben lediglich sechs Prozent angeboten.

Die Autobranche trägt mindestens sechs Prozent zur Wirtschaftsleistung und steht für zwölf Prozent der südafrikanischen Exporte. Der Produktionsausfall kostet nach Angaben des Herstellerverbandes NAAMSA täglich umgerechnet 44 Millionen Euro. Dem Land droht damit ein weiterer Rückschlag für die Konjunktur. Arbeitskämpfe in der Bergbauindustrie waren in den vergangenen anderthalb Jahren zu gewaltsamen Protesten eskaliert, bei denen mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Dies bremste das Wirtschaftswachstum und alarmierte ausländische Investoren. Im kommenden Jahr wird in Südafrika gewählt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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