Tesla in China: Der große Sprung nach vorn

Produktion in China
Teslas großer Sprung nach vorn

Tesla will seine Elektroautos künftig offenbar auch in China bauen. Dort lockt den US-Pionier ein riesiger Markt. Daher scheint der Schritt für Firmenchef Elon Musk nur logisch – birgt aber auch einige Risiken.
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Peking, DüsseldorfDonald Trump dürfte derzeit nicht allzu gut auf Tesla-Gründer Elon Musk zu sprechen sein. Öffentlichkeitswirksam verließ der Elektropionier vor einigen Wochen das Beratergremium des Präsidenten, weil Trump das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt hatte. Und nun könnte Musk auch Trumps Parole „America First“ unterlaufen. Denn offenbar steht Tesla kurz davor, eine eigene Produktion in China aufzubauen.

Der größte Automarkt der Welt soll in den kommenden Jahren mit Rückendeckung der chinesischen Regierung einen Elektroboom erleben. Bis 2020 – so plant es das Zentralkomitee – soll sich der Absatz von aktuell auf fünf Millionen verkaufte Elektroautos verzehnfachen. Von diesem Sprung will auch Musk profitieren. Noch diese Woche könnte Tesla eine Vereinbarung mit der Stadtverwaltung von Schanghai treffen, berichtet der Finanzdienst Bloomberg. Dort soll dann die erste lokale Fertigung des Elektroautobauers in Asien entstehen.

Ein Werk in China scheint der nächste logische Schritt für den Elektroautobauer zu sein. Denn zuletzt liefen die Geschäfte gut: Innerhalb eines Jahres hat sich der Umsatz von Tesla in China auf rund eine Milliarde Dollar verdreifacht. Bis 2020 soll der Absatz in Fernost auf 500.000 Teslas steigen. Um in den chinesischen Massenmarkt vorzudringen, müssten allerdings die Preise sinken. Das geht nur mit einer lokalen Produktion.

Denn als Importprodukt werden die Elektroautos der Kalifornier bislang nicht gefördert – sondern sogar mit einem Importzoll von 25 Prozent belegt. Selbst die Einstiegsvariante des Model S kommt so auf einen Preis von umgerechnet über 100.000 Dollar. „Wir haben in China Probleme, weil wir noch nicht lokal produzieren“, klagte Musk bereits vor zwei Jahren im Interview mit dem Handelsblatt – und warb für fairen Handel.

Weitere Freihandelsabkommen zwischen China und den USA sind unter dem US-Präsidenten Donald Trump nicht zu erwarten. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Handelskonflikt zwischen den beiden Weltmächten in den kommenden Jahren zuspitzt. Auch deswegen treibt Musk seine China-Offensive nun voran.

China lockt zwar mit einem rasant wachsenden Markt. Peking hat jedoch strenge Regeln für die Automobilbranche aufgestellt. Trotz aller Beteuerungen von Präsident Xi Jinping, sein Land weiter zu öffnen, schreibt ein rund 40 Jahre altes Gesetz vor, dass internationale Autobauer Minderheitspartner in Joint-Venture-Firmen mit chinesischen Partnern werden müssen. Bislang haben die großen globalen Autofirmen auf die Zusammenarbeit mit chinesischen Autobauern gesetzt. Doch Tesla scheint einen anderen Weg einzuschlagen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Kooperation habe Elon Musks Firma keine chinesischen Autofirmen angesprochen, sondern auf Unternehmen aus der Technologie- und Energiebranche gesetzt, berichtet die chinesische Zeitung „Pengpai“ unter Berufung auf Insider. 

Mit dem US-Technologieunternehmen Tencent hat Tesla zwar einen Großaktionär aus Fernost, der zuletzt massiv in Mobilitätsunternehmen investierte. Der Internetkonzern betreibt bisher aber noch keine eigene Fahrzeugproduktion. Das chinesische Medium erwartet daher, dass sich Tesla für einen anderen Partner beim Autobau entscheiden wird: Shanghai Electric.

Der Staatskonzern ist erst 13 Jahre alt und produziert Energieanlagen und Windkraftanlagen, aber auch Schwermaschinen, Verpackungsmaschinen und Werkzeugmaschinen. In Deutschland gehört der Firma der Luft- und Raumfahrtzulieferer Broetje-Automation in Rastede bei Oldenburg. Die Gespräche zwischen Tesla und Shanghai Electric seien weit fortgeschritten. Noch sei aber keine Kooperation vertraglich besiegelt, schreibt „Pengpai“. Keines der Unternehmen stand auf Anfrage für eine Stellungnahme zur Verfügung.

Die Lokalisierung in China würde für Tesla große Vorteile bringen. Denn nur lokal Hergestellte Fahrzeuge können in den Genuss der vollen staatlichen Kaufprämien von umgerechnet bis zu 16.000 Euro pro Fahrzeug. Bislang werden Modelle von internationalen Fahrzeugbauern noch nicht mit den vollen Subventionen gefördert. Herstellern wie BMW ist es zumindest gelungen, auch für importierte Wagen einen Teil der Förderung zu bekommen.

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  • Hallo Herr Samer, zunächst finde ich es erfrischend dass Sie Ihre Mitkommentatoren abqualifizieren die Ihre Glaubenssätze nicht teilen, aber Ihre Kenntnisse, s. Ihr Kommentar, gleichfalls bescheiden sind.

    Die bedeutendsten E- Auto Fabriken sind meines Wissen Byd (China) und Nissan. Daneben bauen viele andere etablierten Autobauer Elektromobile die in der Regel weniger Risiken in sich bergen als Tesla.

    Mit der Gigafactory konnte Herr Musk erhebliche Subventionszahlungen aus Nevada erhalten. Gem. der Subventionsberichte die Tesla regelmässig an den Staat Nevada senden muss und kritischer Analysen hierzu bleibt die Fabrik erheblich hinter den Ankündigungen zurück. Eine Wirtschaftlichkeit ist fragwürdig. Auf "Seeking Alpha" findet man regelmässig kritische Analysen.

    China installiert in der Tat umweltschädliche Solaranlagen und Windmühlen in grosser Zahl (Subventionsquellen CDM Zertifikate, nationale Subventionen?). Allerdings ist der Anteil des umweltschädlichen Ökostroms in China vernachlässigbar. Die Stromerzeugung Chinas wird durch moderne Kohlekraftwerke und Wasserkraft bestimmt.

  • Herr Klaus Samer@Ich erfinde gar nicht, sehen Sie auf das Periodensystem und es wird Ihnen klar. Platz eins Wasserstoff, Platz zwei Helium ein Edelgas, Platz drei Lithium.

  • Herr Ebert, Menschen werden nicht mehr gebraucht, die Maschinen sind besser und wir wandern in den Zoo. Das nennt sich Evolution.

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