Produktion nicht gesteigert
Repsol-Gewinn legt zu

Die extrem hohen Ölpreise haben dem spanischen Öl- und Gaskonzern Repsol im zweiten Quartal kaum genutzt.

HB MADRID. Das Unternehmen steigerte seine Produktion von April bis Juni nicht und enttäuschte damit die Anleger. Beim Gewinn profitierte Repsol daher nur begrenzt vom hohen Ölpreis und legte 15 % auf 805 Mill. € zu. Für eine Überraschung an den Finanzmärkten reichte diese Ergebnis nicht aus, es lag im Rahmen der Analystenerwartungen. Ohne einmalige Faktoren bezifferte Repsol sein Gewinnplus am Donnerstag auf 17 % in Euro und 23 % in Dollar. Der Konzern produzierte im Durchschnitt unverändert knapp 1,18 Mill. Barrel Öläquivalent am Tag. Dabei glich Repsol die rückläufige Öl-Produktion mit einer Produktionssteigerung um 5,7 % beim Erdgas aus. Der operative Gewinn stieg zum Vorjahr um 24,4 %. Hierzu trugen vor allem die Sparten Chemie, Raffination und Vermarktung bei. Seine Schulden baute Repsol um 13 % auf 5,1 Mrd. € ab.

Die Aktien des Unternehmens büßten in einem freundlichen Madrider Markt ein Prozent auf 23,05 € ein. Der DJ-Stoxx-Index für europäische Aktien aus der Branche gab 0,1 % nach. Die Repsol-Papiere gelten in dem Sektor als unterdurchschnittlich. Analyst Jason Kenney vom Geldinstitut ING hält die Anteilsscheine aber gemessen an der Geschäftsentwicklung für richtig bewertet. „Ich weiß, sie machen eine große Sache aus dem besten Halbjahr seit jeher und dem Schuldenabbau, aber Total und ENI bieten höhere Renditen, wenn man in Europa und in Euro anlegen muss.“

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