Produktion startet in diesem Jahr
Heidelberger Druck geht nach China

Die Heidelberger Druckmaschinen AG, mit einem Umsatz von 3,2 Mrd. Euro weltweit größter Anbieter der Branche, startet in diesem Jahr mit dem Aufbau eines Werkes in China. „Damit wollen wir uns zusätzliche Absatzpotenziale erschließen, die wir derzeit nicht bedienen“, sagte Vorstandschef Bernhard Schreier gestern auf der Bilanzpressekonferenz in Heidelberg.

HB/gil HEIDELBERG. Zunächst sollen Falzmaschinen montiert und später auch dort gefertigt werden, als nächster Schritt ist die Montage von kleineren Druckmaschinen geplant. „China ist ein Testfall für uns, ob wir im Land die gleiche Qualität produzieren können wie in Deutschland“, sagte Schreier.

Deshalb startet Heideldruck recht vorsichtig. Die neue Fertigungshalle mit lediglich 5 000 Quadratmetern Fläche soll Anfang 2006 fertig sein, dann sollen auch die ersten Maschinen ausgeliefert werden. Heidelberg investiert in die Fertigung in den ersten drei Jahren rund zehn Mill. Euro, mittelfristig sollen dort 200 Personen arbeiten. Derzeit setzt das Unternehmen in China knapp 300 Mill. Euro um.

Heidelberg ist nach Aussage von Schreier der erste nicht-chinesische Druckmaschinen-Hersteller, der in China fertigt. „Japaner machen nur eine Teilefertigung in China und montieren dann in Japan“, sagte Schreier. Wenn sich zeige, dass die in China gefertigten Maschinen mit der Qualität der örtlichen Hersteller vergleichbar sei, kann sich Schreier vorstellen, diese auch an den internationalen Markt zu liefern. Das werde aber drei bis vier Jahre dauern. Große Druckmaschinen werden nach seiner Aussage auch weiter in Deutschland gefertigt.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat wie die gesamte Branche eine schwere Zeit hinter sich und sucht daher nach Kosteneinsparungen und die günstige Belieferung neuer Märkte. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern hohe Verluste geschrieben und sich vom einst als Zukunftsmarkt gepriesenen Digitaldruck sowie von RollenoffsetMaschinen vor allem für den Druck von Zeitungen getrennt.

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