Produktionsanlagen zu 99 Prozent ausgelastet
Prognose für Stahlkocher erhöht sich

Durch die anhaltend hohe Stahlnachfrage wird die Produktion der deutschen Stahlwerke in diesem Jahr deutlich höher ausfallen als bislang vermutet. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum um knapp vier Prozent. Momentan seien alle zur Verfügung stehenden Produktionsanlagen zu rund 99 Prozent ausgelastet, so ein Sprecher der Vereinigung.

HB DÜSSELDORF/WIESBADEN. Die Produktion der deutschen Stahlwerke wird in diesem Jahr deutlich höher ausfallen als bislang angenommen. Vor dem Hintergrund einer unvermindert boomenden Stahlnachfrage hat die Düsseldorfer Wirtschaftsvereinigung Stahl ihre Prognose erhöht und rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum um knapp vier Prozent auf rund 46,5 Millionen Tonnen. Zunächst war der Branchenverband von einem Anstieg um rund drei Prozent für 2004 ausgegangen.

„Wir haben gesehen, dass der Bedarf höher ist als geplant“, sagte der Verbands-Präsident Dieter Ameling am Mittwoch der dpa. Dies gelte etwa für die Röhrenproduktion und den Maschinenbau. Auch in dem sonst üblichen Sommerloch sei in diesem Jahr eine hohe Stahlnachfrage zu spüren gewesen. Die zur Verfügung stehenden Produktionsanlagen der deutschen Stahlkocher seien derzeit zu rund 99 Prozent ausgelastet, sagte Ameling. Für das kommende Jahr rechne der Verband weiterhin mit einem Produktionsplus um zwei Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete, erhöhte sich die Rohstahl-Produktion im vergangenen Monat im Vergleich zum August 2003 um 15,1 Prozent auf 3,86 Millionen Tonnen. Die Roheisen-Herstellung wurde um 13,1 Prozent auf 2,54 Millionen Tonnen ausgeweitet. Seit Jahresbeginn wurden damit in Deutschland 31,05 Millionen Tonnen Rohstahl und 20,07 Millionen Tonnen Roheisen hergestellt.

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