Produktionsausbau VW investiert in Standort Deutschland

Drei neue Werke hat Volkswagen gebaut - in Russland, Indien und den USA. Nun will der Autobauer einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Traditionsfabriken im Inland investieren. Der Großteil der Gelder fließt in das Stammwerk Wolfsburg.
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VW Tiguan: Bis zu vier Monate müssen Kunden momentan auf die Auslieferung des Modells warten. Quelle: DAPD

VW Tiguan: Bis zu vier Monate müssen Kunden momentan auf die Auslieferung des Modells warten.

HB WOLFSBURG. Nachdem Volkswagen drei neue Werke in Russland, Indien und den USA hochgezogen hat, sollen die Traditionsfabriken im Inland mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag gestärkt werden: Ein großer Teil der Gelder fließt in das Hauptwerk Wolfsburg. Hier sollen die Produktionslinien des kleinen Geländewagens Tiguan kurzfristig massiv ausgebaut werden, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Unternehmenskreisen erfuhr.

VW will die tägliche Herstellungskapazität des Tiguan von jetzt 750 Stück bis zum Frühjahr auf 1 000 Stück erhöhen. Damit reagiert der Konzern auf die enorme Nachfrage nach dem 2007 eingeführten Modell. Allein in Deutschland wurden bis Ende September 27 000 Stück neu zugelassen, damit ist das Modell der bestverkaufte Geländewagen.

Derzeit müssen Kunden bis zu vier Monate auf einen neuen Tiguan warten. Wegen der vielen Bestellungen hatte VW bereits eine Produktion in Russland in Betrieb genommen, sowie eine Variante mit verlängertem Radstand in China eingeführt. In Wolfsburg läuft das Modell schon jetzt auf zwei Produktionslinien.

Außerdem baut der Konzern die Produktion der sogenannten Doppelschaltgetriebe (DSG) in Kassel aus. Diese modernen Schaltungen sparen Treibstoff und sind zugleich sportlicher und bequemer als herkömmliche Getriebe. Der Aufsichtsrat stimmte bereits jetzt diesen Investitionsplänen des Vorstands im Rahmen der nächsten Planungsrunde zu, die üblicherweise erst im November verabschiedet wird.

Die Investitionen sind Teil des ehrgeizigen Wachstumskurses, den Vorstandschef Martin Winterkorn dem Konzern verordnet hat: Bis 2018 soll Toyota als Weltmarktführer abgelöst werden. Mit neuen Werken in Russland, Indien und den USA erschließt sich VW derzeit Zugang zu bisher unterbelichteten Märkten. Der weltweite Absatz soll bis 2018 von rund 6,3 Mio. im Jahr 2009 auf dann mehr als zehn Mio. Fahrzeuge steigen. Toyota lag 2009 bei 7,8 Mio. Stück.

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