Produktionsverlagerung
Dollarraum lockt Audi

Der schwache Dollar rückt beim Ingolstädter Autobauer Audi Überlegungen über eine US-Produktion wieder stärker in den Vordergrund. Um das Währungsrisiko zu vermindern, sei „eine Fabrik in den USA Teil unserer strategischen Überlegungen“, sagte Vorstandschef Rupert Stadler.

HB MÜNCHEN. Dort könnten vor allem Geländewagen produziert werden. Bis 2015 wollen die Ingolstädter in den USA pro Jahr 200.000 Autos verkaufen, mehr als doppelt so viele wie bisher, sagte Stadtler dem Magazin „Auto Motor und Sport“. Audi werde „mittelfristig nicht um eine Entscheidung über eine Produktionsstätte in den USA herumkommen“.

Bisher wollte die Volkswagen-Tochter erst ab Produktionszahlen von 1,2 Millionen über ein Werk in Nordamerika nachdenken und strebte dabei eine Lösung im Konzernverbund an. „Es reicht nicht, nur einzelne Komponenten wie die Türverkleidung im Dollar-Raum zu produzieren, sondern auch wertschöpfungsintensive Teile wie Motor und Getriebe. Langfristig könnte die Produktion der Q-Reihe in den USA durchaus Sinn ergeben“, sagte Stadler.

Audi steuert Stadler zufolge schneller als geplant auf sein nächstes Margenziel zu. „Wir haben zwar mit Widrigkeiten wie dem niedrigen Dollarkurs zu kämpfen, aber das Renditeziel von acht Prozent werden wir – Wind und Wetter vorbehalten – schon vor 2010 erreichen.“ 2006 fuhr Audi eine Umsatzrendite vor Steuern von 6,2 Prozent ein. Im neuen Jahrzehnt sind mehr als zehn Prozent geplant.

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