Produktionsziele
Toyota will GM vom Thron stoßen

Wenn sich die Prognosen für die Produktion bewahrheiten, wird der japanische Autobauer Toyota den US-Konkurrenten General Motors schon im kommenden Jahr übertrumpfen. Die ewige Nummer eins aus Detroit hat den Attacken aus Asien nichts entgegenzusetzen.

HB TOKIO. Der Toyota-Konzern will laut Presseberichten die weltweite Produktion im kommenden Jahr auf mehr als 9,2 Millionen Autos aufstocken. Damit sei es so gut wie sicher, dass Toyota den US-Konkurrenten General Motors in punkto Fahrzeug-Ausstoß als weltweit größten Autokonzern überholen wird, berichtete die gewöhnlich gut informierte japanische Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Mittwoch.

Laut des Berichts hat Toyota entschieden, die globale Fertigung der eigenen Marke 2006 um rund 900 000 Wagen auf 8,3 Millionen Autos zu steigern. Die zur Toyota-Gruppe gehörenden Hersteller Daihatsu Motor und Hino Motors hätten noch keine endgültigen Pläne. Doch würden sie wahrscheinlich ihren Ausstoß von in diesem Jahr voraussichtlich rund 900 000 Autos angesichts des kräftigen Inlandsabsatzes aufstocken. Dagegen sei es unwahrscheinlich, dass GM das Absatzziel für 2005 von 9,12 Millionen Autos übertreffen wird, schrieb das Blatt.

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Weder Toyota noch GM haben bislang Zahlen für die geplante Produktion im kommenden Jahr genannt. Ein Vertreter des Unternehmens bekräftigte, Toyota habe sich noch nicht auf seine Produktionsziele für 2006 festgelegt. Analyst Tatsuo Yoshida von Merrill Lynch bezeichnete die in dem Zeitungsbericht genannten Zahlen indes als erreichbar. Es wird erwartet, dass Toyota seine Produktionsziele für 2006 im Dezember bekannt gibt.

GM steckt zur Zeit in der wohl größten Krise seiner Geschichte. Sinkende Absatzzahlen, ein Berg von Schulden, eine ruinöse Rabattschlacht auf dem US-Markt sowie die steigenden Pensions- und Gesundheitskosten haben sich zu einer Bürde aufgetürmt, die den 1908 gegründeten Konzern immer mehr in die Knie zwingen. Um das Schlimmste abzuwenden, hat GM-Chef Rick Wagoner angekündigt, 25 000 oder gar noch mehr Menschen zu entlassen und mehrere Werke zu schließen. Dadurch sollen die massiven Überkapazitäten abgebaut werden.

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