Produktrechte
Puppenkrieg um Barbie-Konkurrenz-Produkt

In der Puppenwelt geht es keineswegs immer liebenswürdig zu. Gegenwärtig hat der amerikanische Partner des kriselnden Puppenherstellers Zapf, MGA Entertainment, hat Ärger mit dem Branchenriesen Mattel. Es geht um die Rechte an der Barbie-Konkurrenz-Serie, dem wichtigsten Produkt von MGA.

HB NEW YORK. Der Barbie-Hersteller beansprucht das wichtigste MGA-Produkt, die Modepuppenserie Bratz, für sich. Sie seien entstanden, als ihr Erfinder noch für Mattel gearbeitet habe, behauptet Mattel in einer am Montag in Kalifornien eingereichten Klage.

MGA war im Sommer als finanzstarker Partner aufgetaucht, als der deutsche Traditionshersteller Zapf Creation nach Verlusten in eine Finanzkrise geschlittert war. Die Amerikaner sicherten sich zunächst rund 20 Prozent der Aktien und bauten ihr Engagement im September noch etwas aus. Zapf (Baby born, Annabell, Chou Chou) kämpft mit Absatzproblemen bei seinen traditionellen Puppen. MGA-Chef Isaac Larian schloss auch einen Kauf von Zapf nicht aus.

Mattel und MGA streiten bereits seit langem. Im vergangenen Jahr verklagte MGA Mattel mit dem Vorwurf, bei Barbie-Puppen sei das Bratz-Design kopiert worden. Der Barbie-Hersteller habe nun aber Originalzeichnungen des Bratz-Erfinders Carter Bryant aus den Jahren 1999 und 2000 vorliegen, aus der Zeit als er noch bei Mattel gearbeitet habe, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Mattel habe Urheberrecht auf einige Zeichnungen angemeldet und werfe mehreren früheren Beschäftigten, die zu MGA gewechselt seien, vor, Projekt-Informationen mitgenommen zu haben. MGA-Chef Larian wies die Vorwürfe in der Zeitung zurück. Die 2001 gestartete Bratz-Serie hat MGA groß gemacht und den Barbie-Puppen Marktanteile abgenommen.

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